9 Jahre abgetaucht – Mit 3 Haftbefehlen gesuchter Straftäter am Flughafen aufgeflogen

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Flugzeug über Unna. (Archivbild Rundblick)
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Er wurde mit gleich drei Haftbefehlen gesucht und flog am Flughafen auf.

Bei der Ausreisekontrollen eines Flugs aus Porto erwischte die Bundespolizei am Sonntagmorgen (8. 12.) einen mehrfach gesuchten Brandstifter.

Noch auf dem Rollfeld wurde der 47-jährige Portugiese überprüft und festgenommen.

Denn gegen den Mann lagen drei Haftbefehle des Amtsgerichts Braunschweig vor. Dieses hatte ihn bereits elf Jahre zuvor – 2008 – zu einer 6-monatigen Freiheitsstrafe wegen fahrlässiger Brandstiftung verurteilt. Von dieser hatte der Mann noch eine Restfreiheitsstrafe von 92 Tagen zu verbüßen.

2010 wurde er erneut verurteilt. Wegen gefährlicher Körperverletzung bekam er eine Freiheitsstrafe von 9 Monaten, von der er noch einen Rest von 60 Tagen zu verbüßen hatte.

Ein drittes Mal wurde er wegen Urkundenfälschung in Tateinheit mit gewerbsmäßigem Betrug zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Hiervon hatte der 47-Jährige noch eine Restfreiheitsstrafe von 457 Tagen zu verbüßen.

„Offensichtlich war der Mann zwischenzeitlich nach Portugal ausgereist. Seine erneute Einreise brachte ihn Sonntag für mehr als eineinhalb Jahre (609 Tage) in Haft“, schließt die Bundespolizei ihre Meldung.

Bereits am  Nikolausmorgen (6. 12.) war bei einer Einreisekontrolle aus Mallorca eine 49-jährige Frau festgenommen worden, gegen die ein Haftbefehl des Oberhausener Amtsgerichts vorlag. Dieses hatte die Frau im Oktober 2018 wegen gemeinschaftlichen Betruges zu einer Geldstrafe von 3.000 Euro verurteilt. Gezahlt hatte sie den geforderten Betrag bislang nicht. Weil sie jetzt liquide war (Geldstrafe inkl. Verwaltungsgebühren von 105,86 Euro), blieb ihr so eine Ersatzfreiheitsstrafe von 150 Tagen erspart.

Quelle: Bundespolizei Dortmund

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