Raucherin löst Tumult auf Bahnsteig aus – Schwangere zu Boden gestoßen

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Zigarette /Symbolfoto - Pixabay
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Eine Frau rauchte in der noch geöffneten Tür eines Zugs eine Zigarette – und löst dadurch „tumultartige Szenen“ auf dem Bahnsteig aus.

So beschreibt die Bundespolizei die Szenerie am Samstagabend (7. 12.) auf einem Bahnsteig im Dortmunder Hauptbahnhof. .

Gegen 21:30 Uhr wurden Bundespolizisten dorthin alarmiert. Zwei Personengruppen seien aneinandergeraten. Zeugen sprachen später von „tumultartigen“ Zuständen, die auf dem Bahnsteig geherrscht hätten.

Die Einsatzkräfte ermittelten, dass eine 25-jährige Niederländerin in der geöffneten Tür der am Bahnsteig wartenden Regionalbahn 51 geraucht hatte. Im Zug befand sich eine schwangere 29-jährige Frau aus Billerbeck.

Deren Begleiter forderte die Raucherin auf, Rücksicht auf die werdende Mutter und ihr Kind zu nehmen und das Rauchen in der Tür einzustellen.

Daraufhin mischte sich eine größere Anzahl von Personen, die die Niederländerin begleiteten, in die zunächst noch verbale Auseinandersetzung ein – worauf wiederum mehrere Begleiter der schwangeren Frau ebenfalls auf den Plan traten und sich das Geschehen auf den Bahnsteig verlagerte.

„Als schließlich die Raucherin einen Plastikbecher auf die Begleiter der Schwangeren schleuderte, eskalierte die Situation derart, dass die Schwangere aus Billerbeck zu Boden gestoßen worden sein soll“, schildert der Bundespolizeisprecher das entstehende Chaos, zudem geriet im wilden Handgemenge auch ein bis dato vollkommen unbeteiligter 38-jähriger Mann aus Ascheberg zwischen die Fronten – konkret geriet er zwischen Zug und Bahnsteigkante und verletzte sich. Zudem wurde er noch von einem bislang nicht ermittelten Mann körperlich attackiert.

Die schwangere 29-Jährige Frau und der unbeteiligte 38-Jährige Mann wurden sicherheitshalber in eine Dortmunder Klinik eingeliefert.

Die rauchende Niederländerin wehrte sich bei der Mitnahme zur Bundespolizeiwache derar wild, dass sie nur unter Zwangsanwendung gebändigt werden konnte. Ein Atemalkoholtest ergab 1,1 Promille.

Wie genau sich der Sachverhalt tatsächlich darstellte, müssen nun weitere Ermittlungen ergeben. Dazu dienen auch die Videoaufzeichnungen aus der RB 51. Die Bundespolizei eröffnete Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, und gegen die 25-Jährige wurde zudem ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

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