„Aggressionsproblem“: In A44-Baustelle gedrängelt, gerast, Lichthupe – Polizei kassiert Führerschein nebst Audi

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Foto: Polizei
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Er drängelte, gab Lichthupe, gebärdete sich rücksichtslos und höchst gefährlich.

Die Dortmunder Polizei hat gestern Abend (11. Dezember) einen rowdiehaften Audifahrer  auf der A 44/B 1 aus dem Verkehr gezogen und direkt seinen Führerschein kassiert.

Ein 46-jähriger Polizeibeamter in seiner Freizeit machte mit dem rüpelhaften Verkehrsteilnehmer unangenehme Bekanntschaft, als ihm dieser mit seinem Audi ihm auf der A 44 im Baustellenbereich extrem dicht auf die Pelle rückte.

Der 46-Jährige fuhr nach eigener Aussage in der einspurigen Baustelle vorschriftsmäßig 40 km/h. Plötzlich bemerkte er im Rückspiegel, wie sich sehr schnell ein Audi näherte.

Dessen Fahrer schloss innerhalb kürzester Zeit so dicht auf das Heck auf, dass der Dortmunder weder das Kennzeichen noch die Scheinwerfer sah. Sein Dränglen unterstrich der Rowdy mit Lichthupe und Hupe.

Nach der Baustelle gab der Audifahrer so richtig Gas. Der Polizeibeamte versetzte sich spontan in den Dienst, versuchte, an dem Audi dran zu bleiben.

Er holte ihn ein, fuhr an ihm vorbei – da setzte sich der Rowdie erneut hinter ihn und fuhr extrem dicht auf. Dann wechselte er nach rechts, beschleunigte stark, überholte – und scherte ohne zu blinken wieder direkt vor ihm auf den linken Fahrstreifen ein. Nur durch eine Vollbremsung konnte der 46-Jährige einen Unfall verhindern. Er wählte den Notruf.

Eine Streifenwagenbesatzung erblickte den Audi an der B1/Alter Mühlenweg. Hier verließ er die B 1, setzte allerdings seine Fahrt in aggressiver Weise und deutlich zu schnell fort. Letztendlich gelang es der Steifenwagenbesatzung und dem 46-jährigen Dortmunder, der dem Audi hinterhergefahren war, den Unbekannten im Bereich der Landgrafenstraße/Wittelsbacherstraße zu stellen.

Der Fahrer, ein 48-jähriger Dortmunder, zeigte sich zuerst uneinsichtig und verbal aggressiv, dann jedoch schlug die Stimmung um und er gab sein Fehlverhalten zu. Ein freiwilliger Atemalkoholtest verlief negativ.

Er gab an, ein Aggressionsproblem zu haben und deswegen auch in ärztlicher Behandlung zu sein.

Die Polizeibeamten stellten den Führerschein des Mannes und den Audi sicher. Gegen ihn wird wegen Nötigung im Straßenverkehr (3240 StGB), grob verkehrswidrigen und rücksichtslosen Fortbewegens und Erreichens einer höchstmöglichen Geschwindigkeit (§315d (1) Nr. 3 StGB) sowie der Gefährdung des Straßenverkehrs durch grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Fahren (315c StGB)ermittelt. Zur Überprüfung der Eignung der Teilnahme am Straßenverkehr und zum Führen eines Kfz wird das Straßenverkehrsamt einbezogen.

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