Abschied von Pfr. Müller aus Howi – Ordinationsjubiläum Pfarrerin Weißenseel in Unna

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Stadtkirche Unna im Advent. (Foto RB)
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In Holzwickede ein Abschied, in Unna ein silbernes Jubiläum – beides zeitgleich am 3. Advent ab 11 Uhr in den Ev. Kirchen in Holzwickede und Unna.

Die Ev. Kirchenkreis Holzwickede und Opherdicke verabschiedet am Sonntag, 15.12.,Pfarrer Andreas Müller im Gottesdienst um 11 Uhr in der Ev. Kirche am Markt aus seinem Dienst in der Gemeinde. Seit einem Jahr war Müller dort als Nachfolger von Pfarrer Michael Niggebaum tätig.

Pfarrer Andreas Müller aus Unna. (Foto Ev. Kirche Unna)

Dies war so von Anfang als eine Lösung für den Übergang geplant. Die Pfarrstelle von Michael Niggebaum wurde nach dessen Dienstende auf jetzt noch 50 % reduziert, im Dezember letzten Jahres wechselte Pfarrer Christian Bald nach Bielefeld. In dieser Zeit der Umstrukturierung wurde mit dem Dienst von Pfarrer Andreas Müller die Gemeindearbeit kontinuierlich fortgesetzt.

In der Zwischenzeit konnte für die nächsten drei Jahre sicher geplant werden: Pfarrerin Anja Josefowitz, Diakoniepfarrerin des Ev. Kirchenkreises Unna, hat Anfang Dezember mit der Hälfte ihres Dienstumfangs den pfarramtlichen Dienst in der Ev. Kirchengemeinde Holzwickede und Opherdicke übernommen.

Andreas Müller blickt dankbar auf die Zeit zurück: „Das Jahr in Holzwickede und Opherdicke war für mich prall gefüllt mit großen Lebendigkeit, vielen berührenden Begegnungen und inspirierenden Projekten. Gern war ich in dieser Zeit ein Teil der Aufbrüche und Veränderungen. Für mich war diese Zeit eine gute Zeit und ein großer Gewinn in meinem Dienst als Pfarrer.“

Müller setzt nun seine vorherige Tätigkeit als Schulreferent im Kirchenkreis Unna in vollem Umfang fort. Zugleich hat er sich als einer von drei Anwärtern um die Nachfolge von Superintendent Hans-Martin Böcker beworben: Das höchste Amt im Kirchenkreis wird im kommenden Februar neu besetzt.

Adventskranz in der Ev. Stadtkirche Unna. (Foto RB)

Zeitgleich wird am Sonntag im Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche Unna das 25jährige Ordinationsjubiläum von Pfarrerin Renate Weißenseel gefeiert.

Pfarrerin Renate Weißenseel. (Foto Kirche UN)

Der Ev. Kirchenkreis schickte uns dazu folgendes Interview:

Wer seit 25 Jahren im Pfarrdienst ist, feiert silbernes Ordinationsjubiläum. Am Sonntag, 15. Dezember, darf Pfarrerin Renate Weißenseel auf ein viertel Jahrhundert als Pfarrerin zurückblicken. Gefeiert wird am dritten Advent um 11 Uhr in der Ev. Stadtkirche Unna. Renate Weißenseel erzählt von dem Weg ins Pfarramt und ihrem Dienst früher und heute.

Wie kamen Sie dazu, Pfarrerin zu werden?

Für mich war schon ziemlich früh klar, dass ich Theologie studieren möchte. Allerdings war ich damals noch katholisch. Nach einem Jahr katholischem Theologiestudium, da war ich eine von drei Frauen unter 200 Männern, bin ich konvertiert. Damals musste ich mein protestantisches Bewusstsein noch in einem Kolloquium unter Beweis stellen. Diese Entscheidung habe ich nie bereut, meine religiöse Sozialisation habe ich immer eher als Bereicherung erlebt. Dann begann das Studium der Evangelischen Theologie.

Was war das für eine Zeit persönlich?

Studiert habe ich in Münster, Wien und Hamburg. Eine gute Wahl, ich habe mich immer gerne in Großstädten rumgetrieben, in denen es neben der theologischen Fakultät auch noch viel anderes gibt. Das war mir während meiner Berufstätigkeit auch immer wichtig: Vielseitig und auch „an den Rändern“ zu arbeiten. Berufsbegleitend habe ich später noch den „Kommunikationswirt“ gemacht, und vor allem eine für mich sehr wertvolle systemische Ausbildung zum Systemischen Coach. Die hat mich dann auch noch mal mehr in den Bereich Seelsorge geschoben.

Zu welchen Stationen hat Sie dann die Praxis geführt?

Mein Vikariat habe ich noch in der Hannoverschen Landeskirche, in Hannover, gemacht. Meine erste Stelle nach dem Examen habe ich dann in Heeren-Werve angetreten, da wurde ich auch von Alfred Buß ordiniert. Nach meiner Elternzeit habe ich in einem sehr bunten Team den 1. Westfälischen Landeskirchentag mit vorbereitet. Zwischendurch war ich mal zehn Jahre lang im Kirchenkreis Iserlohn als Öffentlichkeitsreferentin. Heute arbeite ich im Team der Ev. Kirchengemeinde Unna.

Bei so vielen Interessen und Fähigkeiten, wofür schlägt Ihr Herz heute?

Die Trauerarbeit ist mir im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen, wohl besonders, weil ich da mit Menschen ganz schier, in ganz existentiellen Situationen in Kontakt komme. Da spielen ganz viele Äußerlichkeiten und Vorgeschobenes keine Rolle. Da darf ich ganz dicht an der Seite der Seele meines Gegenüber sein, dafür bin ich sehr dankbar, und das macht mich auch sehr reich.

PM: Evangelischer Kirchenkreis Unna

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