CDU-Bürgermeisterkandidat Freck: Fröndenberg „ist Herzensangelegenheit“, auch ohne hier zu wohnen

4
138
Mit 100 Prozent gewählt wurde am 17. 12. der Bürgermeisterkandidat der CDU Fröndenberg - sie schickt, zusammen mit der FDP, den amtierenden Stadtkämmerer Heinz-Günter Freck ins Rennen.Frecks Leitmotiv lautet: „Fröndenberg weiter voranbringen!“ Die SPD wird ihre Bürgermeisterkandidatin Sabina Müller (derzeitige Fraktionsvorsitzende) im Januar von den Mitgliedern bestätigen lassen. - Foto: CDU Fröndenberg
Facebookrss

Fröndenberg sei ihm eine „Herzensanlegenheit“, dafür müsse er nicht unbedingt auch dort wohnen: Heinz-Günter Freck, Kämmerer und Beigeordneter der Ruhrstadt, will am 13. 9. 2020 Bürgermeister von Fröndenberg werden. Der Lokalzeitung in seiner Heimatstadt Werl, dem Soester Anzeiger, gab der von der FDP mit unterstützte CDU-Kandidat ein Interview.

Hier Auszüge:

Welche Chancen rechnen Sie sich für Ihre Kandidatur aus?
Ich gehe mit dem Selbstbewusstsein in die Wahl, in den letzten acht Jahren gute Arbeit für Fröndenberg und die Menschen gemacht und gemeinsam mit dem derzeitigen Bürgermeister viele wichtige Impulse für die Stadt gesetzt zu haben.

Werden Sie im Falle des Wahlsieges Werl verlassen?
Nein. Ich bin der Meinung, dass die Befähigung für das Bürgermeisteramt nicht von der vermeintlich richtigen Postleitzahl abhängen kann. Ich identifiziere mich voll und ganz mit Fröndenberg und meiner Aufgabe, ohne dort zu wohnen. Das geht vielen Arbeitnehmern täglich genauso. Übrigens hat dies bei meiner einstimmigen Wiederwahl zum Beigeordneten niemanden interessiert.

Wird Fröndenberg zur Lebensaufgabe?
Mit dem Wechsel nach Fröndenberg ist ein neuer Berufsabschnitt eingetreten. Fröndenberg ist zu einer Herzensangelegenheit für mich geworden. Ich habe dort eine enorme Wertschätzung für meine Arbeit erfahren.

Was kann Werl von Fröndenberg lernen?
Wir sind in Fröndenberg etwas eher mit dem „Integrierten Handlungskonzept Innenstadt“ unterwegs gewesen und haben bereits einen Förderbescheid der Bezirksregierung zur Innenstadtsanierung vorliegen. Im nächsten Jahr sollen dann die Bagger rollen. Wenn ich nun wirklich eine „Fröndenberger Stärke“ hervorheben soll, dann kann ich nur auf das außerordentlich hohe bürgerschaftliche Engagement in der Stadt hinweisen. So werden in Fröndenberg unter anderem das Kettenschmiedemuseum, das Freibad in Dellwig und wesentliche Teile des Kulturprogramms ehrenamtlich geführt. Das ist großartig und außergewöhnlich.

Andersherum betrachtet: Was aus Werl würde Fröndenberg gut tun?
Fröndenberg könnte mehr Gewerbeflächen für Handwerk, Handel und Mittelstand gebrauchen. Durch unsere Lage an der Ruhr haben wir wenig Möglichkeiten, Gewerbeflächen auszuweisen. Da würde ich gerne einige Parzellen aus dem hiesigen Flächenpool übernehmen.

https://www.soester-anzeiger.de

Facebookrss

4 KOMMENTARE

  1. „Bürgermeister“ ja eigentlich sagt das doch eigentlich alles. Allerdings stammt es noch aus der Zeit als der Bürgermeister noch der Meister der Bürger war, dessen Interessen vertreten hat und das Amt ehrenamtlich ausgeführt hat. Mittlerweile ist das eine „Stelle“ wie anderswo auch. Nur mit dem Unterschied, man kann allen Blödsinn machen kann ohne Konsequenzen fürchten zu müssen wie in Unna. Anderseits, man kann seinen Job so ausüben wie der bisherige Kämmerer der Stadt Fröndenberg der die Finanzen geregelt bekam und dafür sorgte dass Fröndenberg heute besser dasteht als zuvor und sich Investitionen leisten kann von denn die Chaoten in Unna bis her nur träumen können. Insofern ist es für mich eigentlich „sch…. egal“ wo dieser Manager wohnt, wichtig ist dass er einen vernünftigen Job macht im Interesse der Bürger.

    • Herr Gremling, dazu kam auf FB eine Antwort:

      Sternmone Sternmone :

      St. Gremling dann wären die Fröndenberger gut beraten, daran zu denken, den Kämmerer da zu belassen, wo er einen sehr guten Job gemacht hat. Man wäre ja dumm, wenn mein seinen guten Finanzminister aus dem Job in den Bürgermeisterposten hebt und nicht weiss, wen man dann als Finanzverwalter / Kämmerer bekommt. Da wäre der Kämmererposten in der heutigen Zeit der wichtigere Posten.

      • Stimmt, die Beförderung einer fachlich kompetenten Person kann einen unfähigen Chef hervorbringen. Man kennt das als „Peter-Prinzip“. Egon Krause war bestes Beispiel dafür, als Kämmerer angetreten die Finanzen zu regeln und auf gutem Weg , als Bürgermeister diesbezüglich versagt. Und das ist ein Problem in Fröndenberg. Seit den 70er bin ich Frbg. verbunden und kenne seit dem nur SPD, Filz und Postenschieberei bis zur Unfähigkeit analog zu Unna. Wenn auch nicht ganz so krass, aber die BM waren / sind sicher keine Sternstunden obwohl ortsansässig und auf Schützenfesten zu treffen. Nun haben die Fröndenberger aber die Möglichkeit jemanden mit Visionen und klaren Vorstellungen zu wählen (wäre froh in Unna gäbe es ähnliche Alternativen) der durch Sachlichkeit sicher auch in der Lage ist seine betriebswirtschaftliche Kompetenz in das Amt zu bringen und MA zu führen. Wäre auch für Fröndenberg ganz neu, ein Chef der Ahnung hat von dem was er sagt.