ÖDP-Kreisgruppe kritisiert: Von wegen Verkehrswende – Nahverkehr wird teurer und teurer

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Zug im Bahnhof Unna. (Foto RB)
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„Und jährlich steigen die Preise für Bus und Bahn… 😒

Damit muss endlich Schluss sein: #Verkehrswende jetzt!“

Das fordert die ÖDP-Kreisgruppe Hamm/Unna/Soest. Sie hat in einem Facebookpost vom Freitag, 27. 12.,  eine sehr unbefriedigende Statistik veröffentlicht. Zusammengestellt wurde sie vom Fahrgastverband PRO BAHN NRW e.V.. 

Bahnstatistik: Preise, Fahrgäste, Unfallrisiken

Laut statistischem Bundesamt stiegen die Fahrpreise im Nahverkehr der Bahnen (SPNV) seit 2015 um etwa 14 %. Damit liegt der SPNV deutlich über der allgemeinen Teuerungsrate von 5,6 % im genannten Zeitraum. Die Preise im Bahnfernverkehr stiegen dagegen nur sehr leicht an. https://www.destatis.de/…/Press…/2019/12/PD19_N017_p001.html

PRO BAHN hatte in der Vergangenheit immer wieder auf die problematische Preisentwicklung bei Verkehrsverbünden und Regionalzügen hingewiesen, zuletzt im September.
https://www.pro-bahn.de/presse/pm_bv_show.php?id=355
https://www.pro-bahn.de/aktuell/aktuell_one.php…
Die Preissystematik von DB und TBNE bringt überdies mit sich, dass es in einigen Entfernungsbereichen immer wieder zu noch deutlich höheren Steigerungsraten kam. http://www.myway.de/e.lauter…/publik/2018-2020/preiserh.html

Im zweiten Teil der Meldung des statistischen Bundesamtes liest man auch etwas über die Fahrgastzahlen. Im Bahnfernverkehr stiegen diesen von 2015 bis 2018 von 117 Millionen auf 133 Millionen. Das entspricht einem Zuwachs der Beförderungsleistung um 18,2 %. Im Nahverkehr (Bus & Bahn) gab es auf deutlich höherem Niveau eine Steigerung um 1,4 %. Die Fernbusse stagnieren bei der Verkehrsleistung. https://www.destatis.de/…/Press…/2019/12/PD19_N017_p001.html

Die durchschnittliche Auslastung der Fernzüge der DB nahm von 44,2 % im Jahr 2008 über 51,8 % (2015) auf 56,1 % im Jahr 2018 zu. Dies geht aus der Antwort auf eine Bundestagsanfrage hervor. Das Dokument enthält auch eine Übersicht des prozentualen Anteils von Fernzügen, bei den Fahrgäste zurückgewiesen wurden. Mehrere Fragen zur Auslastung, insbesondere auch relationsbezogen, konnte die Bundesregierung und damit wohl auch die DB AG überraschenderweise nicht beantworten. http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/152/1915246.pdf

Die zur Zeit durchgeführte Aufstockung der ICE-Flotte der DB soll bezüglich Kapazitäten Entspannung bringen, was aber wiederum wegen der unzureichenden Infrastruktur auf Probleme stößt. https://www.mdr.de/…/bahn-iplant-ice-im-s-bahn-takt-kapzita…

Auch für den Weihnachtsverkehr vermeldet die DB Zuwächse gegenüber dem Vorjahr. https://www.deutschebahn.com/…/Weihnachten-2019-Mehr-Reisen…

Eine weitere Statistik zu Bahn und Verkehr hat die Allianz pro Schiene veröffentlicht: das Unfallrisiko beim Bahnfahren ist erheblich niedriger als auf der Straße. Neben den bekannten großen Unterschieden sieht man auch, dass die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr leicht zurückgeht, das Niveau aber weiterhin viel zu hoch ist, und die Ziele der Bundesregierung zur Verkehrssicherheit grob verfehlt werden. https://www.allianz-pro-schiene.de/…/bahnreisende-fahren-a…/

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