Wandel am Markt Fröndenberg: Auf Bücherparadies will erstes Rennradmuseum Deutschlands folgen

0
206
Die Sammlung historischer Rennräder war zuletzt im Ecklokal am Markt/Unionstraße untergebracht. Jetzt soll ein richtiges Rennradmuseum daraus werden. (Archivfoto Rundblick)
Facebookrss

Fröndenberg, die Stadt des Radsports und mit illustrer Radsportgeschichte! Dem Bücherladen von Brigitte Kern zentral am Fröndenberger Marktplatz soll nach der ruhestandsbedingten Aufgabe der Inhaberin kein Leerstand folgen – nein, hier wollen historische Rennräder Einzug halten!

Am heutigen Freitag, 10. Januar, öffnet das Büchergeschäft letztmalig zum Ausverkauf. Die dort ebenfalls beheimatete Stadtbibliothek wird im Laufe des Jahres in den früheren Schlecker am Markt gegenüber ziehen, so dass ein lange währender hässlicher Leerstand endlich beseitigt ist.

Und aus dem ehemaligen Bücherparadies soll zeitnah ein Radparadies werden.

Die Aktiven des künftigen „Rennradmuseums Fröndenberg“ treiben ihre Pläne seit Herbst 2019 mit Hochdruck voran. Einen entscheidenden Schritt nach vorn machte das ambitionierte Projekt Anfang Dezember durch die Förderung der LEADER-Region: Damit ist das Rennradmuseum als förderungswürdig anerkannt und bestätigt. Riesenfreude bei den Vereinsaktiven!

Die Jury entschied, dass dieses besondere Museum die wichtigsten Förderkriterien überzeugend erfüllt: überregionales Interesse, Engagement und Förderung der Jugend.  Das erste Rennradmuseum Deutschlands kann damit an den Start gehen.

„Es ist deutschlandweit das einzige seiner Art, aber eben in Fröndenberg beheimatet“, erklärte der Verein im Herbst die Entscheidung für den Namen – „Rennradmuseum Fröndenberg“. „Hier wurde immer Rennradgeschichte geschrieben, u.a. mit der Union, ihrem Radsportteam, dem Rahmenbauer Hugo Rickert und nicht zuletzt der Zabelroute. Mit dem Ruhrtalradweg und seinen vielen Radtouristen war und ist Fröndenberg Fahrradstadt.

Der Stifter der allermeisten Exponate möchte seiner Heimatstadt genau deshalb die schönsten Stücke zur Verfügung stellen. Das ist eine Ehre! Danke!“

Trotzdem braucht der junge Verein natürlich Mitglieder, Spenden, Ehrenamtliche und Menschen, die sich dem Radsport verbunden fühlen.

„Falls jemand ein grünes Trikot hat, ein wirklich tolles Rennrad, oder jemanden kennt, der jemanden kennt, der damals bei der Tour de France und überhaupt… bitte melden! Das wird ein einzigartiges Museum, und jeder, der uns hilft, ist herzlich willkommen!“

Herbe Enttäuschung über Misserfolg beim Heimatpreis

Den erstmals vergebenen Heimatpreis der Stadt Fröndenberg konnte der junge Verein nicht ergattern – damit hadert er in seinem jüngsten Facebookeintrag gewaltig.

„Schade! Und völlig unverständlich!“, klagen die Aktiven. „Denn wir waren fest davon überzeugt, einen wertvollen Beitrag zum Identitätsgefühl der Fröndenberger beitragen zu können. Mit Hugo Rickert, der hier sein Leben verbracht und viele fantastische Rahmen für *Sieger* gebaut hat, den Unionwerken mit ihrem eigenen Radsportteam und dem Ruhrtalradweg, der jährlich Zehntausende Besucher in unsere Stadt lockt, hätte ein solcher Preis bestimmt den Richtigen getroffen. Oder die Richtigen.

Denn wir sind eine Gemeinschaft ehrenamtlicher Förderer und Rennradliebhaber, die es sich zum Ziel gesetzt haben, das deutschlandweit erste und einzige Rennradmuseum aufzubauen.

Wir werden direkt am Marktplatz unsere Türen für Wissbegierige öffnen, die vom Ruhrtalradweg oder per Bus kommend, eine einzigartige Radsportgeschichte erleben werden!

Schon bald, Ende Januar, sind wir e.V.. Das heißt, dass wir Mitgliedsanträge annehmen und bestätigen können.Schreibt uns hier unter den Post oder bei Messenger, ob ihr dabei sein wollt. Ob als Türöffner, Gestalter, Fahrradtechniker oder Ideengeber – jeder ist uns willkommen!Und jeder, der von Anfang an oder später mit seinem noch so kleinen Beitrag dabei ist, wird auf einer Spendentafel im Eingang erwähnt. Let’s roll!“

HIER geht es zum Facebookauftritt des Rennradmuseums Fröndenberg.

Facebookrss