Hüppe (CDU) bedauert Stillstand bei Inklusion: „Auch nichtbehinderte Kinder profitieren davon“

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Symbolbild Grundschule / Pixabay
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Wo das Geld bereit gestellt werde und der Wille für gemeinsames Lernen bestehe, seien die Ergebnisse wesentlich besser als im Sondersystem – betont Hubert Hüppe (CDU).

Dennoch finden Förderschulen wieder Zulauf – und inklusive Bildung tritt bestenfalls auf der Stelle. „Das ist bedauerlich“, unterstreicht der Christdemokrat aus Werne.

Hubert Hüppe (CDU). Foto CDU

Der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Unna I und seit kurzem Vorsitzende der Kreis-Seniorenunion bekleidet ein ein weiteres neues Ehrenamt. Er wurde in den Expertenkreis Inklusive Bildung der Deutschen UNESCO-Kommission berufen.

Der Fachausschuss berät die Organe der Kommission im Fachbereich Inklusion. Aufgabe sind  Vernetzung und Austausch von Akteuren der inklusiven Bildung auf nationaler Ebene unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklung im UN-System und in Europa.

Vor allem sollen fachliche Beiträge für die Entwicklung zur Stärkung der inklusiven Schul-, Berufs- und Erwachsenbildung erarbeitet werden. Der Werner Politiker und ehemalige Behindertenbeauftragte der Bundesregierung freut sich auf die Aufgabe.

Und gleichzeitig bedauert Hüppe ausdrücklich, dass inklusive Bildung kaum vorangetrieben werde. Zwar seien die Ergebnisse für alle Schüler messbar besser als im Sondersystem, sofern die Ausstattung (Lehrmittel, Lehrer, Räume) und der Wille stimmen: Auch die nichtbehinderten Schüler profitierten dann von der Inklusion, unterstreicht der CDU-Politiker.

Trotzdem sei die Zahl der Sonderschüler z.Bsp. in NRW bis auf den sogenannten Förderschwerpunkt „Lernen“ in den letzten zehn Jahren gestiegen. Auch im Kreis Unna ist der Trend „zurück zur Förderschule“ sichtbar: So wurde z. B. die schon geplante Schließung der Sonnenschule in Kamen aufgrund des eindeutig erkennbaren Elternwillens wieder ausgesetzt.

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