Paar floh mit blutendem Kind: DNA-Spur führt zu Unfallfahrer – Pkw kurz zuvor in Fröndenberg gekauft

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Polizeihubschrauber / Symbolbild
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Ein Paar flüchtet nach einem Unfall mit einem blutendem Kind auf dem Arm, der völlig demolierte Pkw war wenige Stunden zuvor in Fröndenberg verkauft worden:

Diese ungewöhnliche Unfallgeschichte sorgte am 7. September 2019 im Stadtgebiet Hamm für Aufregung. Wie damals von Rundblick berichtet, suchte die Polizei Hamm mit Hochdruck und Hubschrauber nach der Familie, die zu Fuß – mit Kleinkind auf dem Arm- vom Unfallort geflohen war.

Heute meldete die Hammer Polizei: Der Tatverdächtige ist ermittelt.

„Es konnte eine DNA-Spur aus dem Unfallfahrzeug dem verdächtigten 21-Jährigen zugeordnet werden. Er hatte das Fahrzeug zuvor gekauft; jedoch behauptet, es weiter verkauft zu haben“, erklärt der Polizeisprecher.

Aufgrund der neuen DNA-Ergebnisse wird er nun beschuldigt, im September gegen 22 Uhr den Unfall auf der Oberonstraße verursacht zu haben.

Der Mann ist nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. In seinem Fahrzeug, einem Daewoo, befanden sie bei dem Unfall vermutlich außerdem seine 21-jährige Ehefrau sowie der 1,5 Jahre alte Sohn.

Der 21-Jährige hatte beim Überholen die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, krachte gegen einen schwarzen VW. Dessen Fahrerin (51) wurde schwer verletzt. Das Fahrzeug des 21-jährigen Familienvaters, das erst Stunden zuvor in Fröndenberg von Privat verkauft worden war, wurde auf die linke Fahrbahn geschleudert, wo es auf die Seite kippte.

Die Familie befreite sich anscheinend eigenständig aus dem verunfallten Fahrzeug und flüchtete – ohne sich um die Verletzte und das Unfallgeschehen zu kümmern. Zeugenaussagen, nach denen das Kleinkind blutete, konnten nachträglich nicht abschließend bestätigt werden.

Der Schaden an den Fahrzeugen wurde auf etwa 7.000 Euro geschätzt.

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