Was macht Kinder dick? LWL-Klinik Hamm sucht junge Studienteilnehmer

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Foto: Landschaftsverband Westfalen-Lippe
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Übergewicht und Adipositas gehören heute zu den häufigen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. 14,8% der zwei bis 17-jährigen Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind inzwischen davon betroffen.

Die Forschungsabteilung der LWL-Universitätsklinik Hamm sucht noch bis Ende Januar Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren mit Übergewicht, die Lust haben, an einer Studie teilzunehmen.

Neben einem Zusammenspiel von genetischen Faktoren, einer erhöhten Kalorienaufnahme und mangelnder Bewegung stellen ein schlechter Schlaf, Schwierigkeiten abzuwarten und Bedürfnisse aufzuschieben, Schwierigkeiten Belohnungen abzuwarten und ein ungünstiges Essverhalten bedeutende Risikofaktoren für Übergewicht und Adipositas dar.

Bereits bei Kindern führen Übergewicht und Adipositas zu ernstzunehmenden, chronischen Folgeerkrankungen und einer hohen emotionalen Belastung. Diese können sich negativ auf ihre Entwicklung und Lebensqualität auswirken.

Das Forscherteam erfasst das Körpergewicht und die Größe des Kindes, die Studienteilnehmer führen drei PC-Test durch, welche sich mit Aufmerksamkeitsprozessen und Belohnungsverhalten beschäftigen. Außerdem erhalten die Eltern einen Kinderfragebogen zum Schlaf-und Essverhalten des Kindes.

Die Teilnahme dauert rund 60 Minuten, als kleine Aufwandsentschädigung gibt es zehn Euro. Die Studie findet in der LWL- Universitätsklinik Hamm statt.

Vorläufige Studienergebnisse aus Hamm zeigen, dass Kinder mit einem hohen Körpergewicht verstärkt zu Essen greifen, wenn sie ängstlich oder traurig sind. Gleichfalls reagieren diese Kinder insgesamt impulsiver, also weniger überlegt, und machen bei den gestellten Aufgaben mehr Fehler. Anders als bisher erwartet scheinen sie jedoch nicht empfänglicher für Snacks und Süßigkeiten zu sein. Um die Ergebnisse besser einordnen zu können, werden noch Studienteilnehmer mit Übergewicht gesucht.

Für Fragen und Anmeldungen zur Studie wenden sich Interessierte ansForschungsteam der LWL-Universitätsklinik Hamm: Carina Huhn, Telefon 02381 893-5021 oder per E-Mail an carinama-ria.huhn@lwl.org

PM: Landschaftsverband Westfalen-Lippe

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1 KOMMENTAR

  1. Frage mich ob die beim LWL keine anderen Probleme haben als eine weitere Studie zu den bestehenden Hunderten Studien zu dem Thema die wir auch noch mit unseren Steuergeldern bezahlen dürfen. Zu dem in Bericht aufgeführten Risikofaktoren fehlen dann noch zwei weitere. Übergewicht oder auch Fettleibigkeit führt lt. einer aktuellen Studie zu einer geringeren Hirnleistung. Im Umkehrschluss beweisen andere Studien dass es einen Zusammenhang zwischen Adipositas und sozialem Gradient gibt. Insofern wird das Thema eher größer und ist durch solche Studien sicher nicht lösbar.