Wochenlange Feldbrand-Serie: Mutmaßlicher Brandstifter (21) seit heute vor Gericht

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Feldbrand Mitte Juli in Massen, Bismarckstraße, Foto von Jasmin Schöni. (Archivbild RB)
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Er sorgte wochenlang für Schrecken im gesamten Kreis Unna, im Kreis Soest und Dortmund – buchstäblich Dutzende Felder standen vergangenen Sommer in Brand, die Wehr war im Dauereinsatz.

Am 8. August 2019 wurde der mutmaßliche Brandstifter gefasst – seit heute (14. Januar) steht der 21-jährige Dortmunder vor Gericht und sieht sich mit dem schweren Vorwurf konfrontiert, elf Brände gelegt zu haben.

Im Sommer 2019 soll er auf Feldern in Unna, Kamen, Dortmund, Holzwickede, Iserlohn, Werl, Erwitte und Soest gezündelt haben. Zeugen berichteten seinerzeit von einem gelben Kleinwagen der immer wieder der Nähe brennender Felder gesehen wurde.

Der Angeklagte soll laut WDR unter einer psychischen Erkrankung leiden.

Wie uns Staatsanwältin Sandra Lücke nach der Festnahme des 21-jährigen Tatverdächtigen damals  bestätigte, bestand tatsächlich ein direkter Zusammenhang mit einem gelben Kleinwagen, nach dem die Kreispolizei Soest nach mehrfachen Feldbränden fahndete. Er war mehrmals kurz vor Ausbruch eines Feuers an der jeweiligen Örtlichkeit gesehen worden. (HIER der Bericht)

Zeugen hatten die das Kennzeichen dieses Fahrzeugs gemerkt und es der Polizei durchgegeben. In diesem Fahrzeug war der junge Dortmunder unterwegs gewesen.

Zu seinem Motiv befragt, sagte er, er hätte „gezündelt“, so Sandra Lücke. Wieso – dazu schweigt er sich bisher aus. Ob er eine Abneigung gegen Landwirte hat, einer pyromanischen Neigung nachging, all dies bliebe momentan pure Spekulation. Der 21-Jährige soll auch nicht selbst Mitglied der Feuerwehr sein, „das ist uns jedenfalls nicht bekannt“, so die Staatsanwältin. Das Motiv des jungen Mannes sei nicht nachvollziehbar.

Die Freiwillige Feuerwehr Unna war drei Wochen fast pausenlos im Einsatz, um Feldbrände zu löschen. Der Sachschaden, der allein in der Woche der Festnahme des vermutlichen Zündlers in Afferde entstand, wird auf rund 20.000 Euro beziffert, der gesamte angerichtete Schaden des 21-Jährigen soll bei 160.000 Euro liegen.

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