Während er duschte… Pkw mittags in Werne geklaut, am Abend in Frankfurt geortet

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Symbolbild / Pixabay
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Während er unter der Dusche stand, wurde sein Pkw gestohlen. Abends hatte er ihn bereits zurück.

Am Dienstagmorgen (14.01.2020) betrat um kurz nach 12 Uhr ein zunächst unbekannter Mann den Eingangsbereich der Tennishalle in Werne An der Wiebecke. Er ging anschließend in die Männerumkleide und verließ wenig später wieder das Gebäude.

Gegen 12.30 Uhr bemerkte ein Tennisspieler, dass sein Auto weg war. Er hatte es vor der Halle abgestellt. Der Unbekannte hatte ihm den Autoschlüssel entwendet, während er unter der Dusche stand.

Da das Fahrzeug jedoch über ein Ortungssystem verfügt, konnte es am Abend im Bereich Frankfurt geortet werden. Beim Eintreffen der Polizei am Fundort stieg gerade ein Mann aus – sofort klickten die Handschellen. Der PKW wurde sichergestellt.

Auf den Tatverdächtigen traf die Personenbeschreibung des unbekannten Mannes in der Tennishalle in Werne zu.

Er schien deutlich unter Drogen zu stehen, besaß keine gültige Fahrerlaubnis und leistete bei der Festnahme erheblichen Widerstand. Nach eigenen Angaben wollte er den PKW in Frankfurt verkaufen.

„Es handelte sich bei dem Mann um einen 38-jährigen Werner, der bereits einschlägig in Erscheinung getreten ist“, schließt Polizeisprecherin Vera Howanietz ihre Meldung. Nach Vernehmung wurde er in Frankfurt auf Grund fehlender Haftgründe wieder entlassen.

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1 KOMMENTAR

  1. Ich halte das deutsche Rechtssystem in vielen Bereichen für absolut falsch. Es ist mir unverständlich, dass ein Mensch, der ein Auto stiehlt und zudem bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand leistet, gleich nach der Vernehmung nach Hause gehen darf! Wenn ein derartig dringender Tatverdacht aufgrund von „inflagranti mit dem gestohlenen Fahrzeug erwischt plus Eingestehen der Verkaufsabsicht“ besteht und zudem noch billigend in Kauf genommen wird, dass Polizisten durch den Widerstand verletzt werden (oder in vielen Fällen gar wurden), darf man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Fester Wohnsitz hin oder her. Sicherlich sind die USA in sehr vielen Bereichen ein Negativbeispiel, allerdings werden dort Täter bei dringendem Tatverdacht richtigerweise bis zur Gerichtsverhandlung inhaftiert. Hierdurch wird die Bevölkerung vor weiteren Taten geschützt und genau diesen Aspekt vermisse ich in Deutschland extrem. Zu erwähnen sei auch der erzieherische Effekt, denn so, bei einer Entlassung unmittelbar nach der Vernehmung, lernt ein Täter rein gar nichts. Vielmehr wird ihm suggeriert, dass seine Tat(en) „nicht so schlimm war(en)“. Wie gesagt, ich halte dies für komplett falsch!