Unna und 15 weitere NRW-Kommunen wollen zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen

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Symbolbild - Pixabay
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Im Sommer vorigen Jahres trat Unna mit rotgrüner Ratsmehrheit dem Städtenetzwerk „Sicherer Hafen“ bei. Wie heute Nachmittag (21. 1. 20) bekannt wurde, hat sich die Kreisstadt mit 15 anderen Städten in NRW  in Bielefeld offenbar auf konkrete Maßnahmen geeinigt. Das berichtet der WDR unter Verweis auf Bielefelds Oberbürgermeister. Dieser habe heute die Ergebnisse aus Gesprächen mit 16 NRW-Kommunen bekannt gegeben, darunter sei Unna.

Die Kommunen planen laut diesem Bericht, über ihr Zuweisungskontingent hinaus geflüchtete Menschen aufzunehmen. Konkret geht es um Menschen, die derzeit in den Lagern auf den griechischen Inseln leben. Die Bedingungen dort seien katastrophal, heißt es.

Unna plant wie berichtet für 3 Mio. Euro Baukosten ein neues Flüchtlingsheim an der Kamener Straße in Königsborn, das gegen den Widerstand von FLU, CDU, FDP, Linke und fraktionsloser Ratsvertreter von SPD und Grünen beschlossen wurde. Der Baustart ist fürs Frühjahr avisiert.

Laut dem Bielefelder OB wolle jede Kommune in den kommenden Monaten prüfen, wie viele Flüchtlinge sie zusätzlich aufnehmen könne und wolle.

Am Ende müssen jedoch das Land NRW sowie die Bundesregierung diesen zusätzlichen Aufnahmen zustimmen. Unter anderem ist die Finanzierung offen. In Unna gilt nach wie vor Haushaltssperre.

Lesen Sie dazu auch unsere vorangegangenen Berichte zur Seenotrettung und zum Sicherer Hafen-Beschluss:

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