MK: Streit um Bremshebel eskaliert in wilder Prügelei auf der Straße

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Symbolbild Gewalt. (Quelle: Pixabay)
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Ein Streit um einen Bremshebel für einen Motorroller eskalierte gestern Nachmittag auf einer Straße in Lüdenscheid derart, dass ein größerer  Polizeieinsatz notwendig wurde.

Beteiligt waren laut Mitteilung der Kreispolizei MK 13 meist junge Erwachsene.

Mehrere junge Männer schraubten an einer Garagenauffahrt an ihren Motorrollern herum, als ein Streit um einen Bremshebel begann. Ein 18-Jähriger zog sich einen Schlagring an die Hand und ging auf einen Gleichaltrigen los.

„Mehrere Personen wälzten sich prügelnd auf der Straße“, beschreibt Polizeisprecher Christoph Hüls das Szenario.

Nach und nach mischten sich immer mehr in den Streit ein, entweder um zu unterstützen oder um zu schlichten. Mehrere Smartphones gingen zu Bruch.

Die hinzugerufene Polizei nahm die Aussagen auf, als plötzlich ein Wagen neben der Gruppe hielt. Vater und Bruder eines der Beteiligten sprangen heraus, schrien die Gegner ihres Verwandten an und bedrohten sie.

Die Beamten mussten Reizstoffsprühgerät und einfache körperliche Gewalt einsetzen, um die Angreifer zurückzudrängen.

Auch die Polizei zog nach und nach weitere Kräfte zusammen, um der Lage Herr zu werden. Mehrere Personen wurden verletzt.

Die Polizei schrieb Anzeigen wegen Gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung, Sachbeschädigung und Verstößen gegen das Waffengesetz gegen vier junge Männer im Alter zwischen 18 und 25, einen Unbekannten sowie eine 57-jährige Frau.

Wie uns Polizeisprecher Hüls auf Nachfrage ergänzend mitteilte, waren die Beteiligten deutsche und belgische Staatsangehörige.

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1 KOMMENTAR

  1. Mittlerweile fragt man sich, was aus den Menschen geworden ist – eigentlich täglich ist von mindestens einer Tat zu lesen, der Gewalt in jeglicher Form zugrunde liegt und dies oft aus nichtigem Grund. Erschreckend ist das Tempo, mit welchem sich das Miteinander negativ entwickelt! Und ebenso erschreckend ist der Eindruck, dass diese Abwärtsspirale noch lange nicht zu Ende ist.