EBG-Schüler gedenken der NS-Opfer: „Sagt Nein – sonst kommen die anderen wieder“

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Schülerinnen und Schüler des Ernst-Barlach-Gymnasiums gestalteten die Gedenkveranstaltung im Ratssaal mit Musikstücken und eindringlichen Textbeiträgen. (Foto Stadt Unna)
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„Sagt Nein“ – wenn Ihr nicht Nein sagt, dann kommen die anderen wieder!“

Junge Unnaerinnen und Unnaer gestalten das Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

Mit eindringlichen Worten und stimmigen Musikbeiträgen machten am heutigen Montagmittag, 27. Januar 2020, Schülerinnen und Schüler der Stufen 9, 10 und 12 des Ernst-Barlach-Gymnasiums (EBG) im Unnaer Rathaus deutlich, wie wichtig die Erinnerung auch 75 Jahre nach dem Holocaust weiterhin ist.

„Die Erinnerung darf nicht enden, sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen“, sagte der damalige Bundespräsident Roman Herzog, als er 1996 diesen Gedenktag ins Leben rief. Diese Worte nahm auch Bürgermeister Werner Kolter heute zum Anlass, an die Unantastbarkeit der Würde des Menschen zu erinnern.

„In Zusammenarbeit mit den Schulen in Unna haben wir in all den Jahren versucht, ein anderes Bild abzugeben – eines geprägt von Toleranz und Respekt“, sagte Kolter.

Der Alltag von jüdischen Mitbürgern müsse ein normaler sein. „Wir sind auf jeden Fall stolz auf das jüdische Leben in unserer Stadt“, rief Kolter den zahlreichen Vertretern des öffentlichen Lebens im Ratssaal zu und appellierte: „Wir müssen für Demokratie und die Menschenrechte eintreten.“

„Es ist und bleibt das größte Verbrechen der Menschheit“, sprachen die Schülerinnen und Schüler in ihren Beiträgen. 6 Millionen ermordete Juden – sie waren auch Nachbarn, Freunde und Verwandte.

Anhand von zwei Schicksalen beschrieben die Schüler die Gräueltaten des Naziregimes.

Einer war der Unnaer Mediziner Max Mund, dem die Nazis am Ende die Existenz nahmen. Mund flüchtete mit seiner Familie in die USA. Er kam mit dem Leben davon. Andere, wie die Schriftstellerin Ilse Weber fanden den Tod.

Es waren sehr eindrucksvolle Redebeiträge und Musikstücke, die die Schüler/innen mit ihren Lehrern Gerald Schulz und Christian Kotnik ausgewählt hatten. „Das Lernen aus der Geschichte hat keinen Endpunkt, sondern ist eine Verpflichtung!“

So riefen die Jugendlichen dazu auf: „Sagt Nein“ – gegen jede Art von Hetze, Leugnen und Rassismus. „Wenn Ihr nicht Nein sagt, dann kommen die anderen wieder!“

Im Foyer vor dem Ratssaal präsentierte das Kinder- und Jugendbüro der Stadt begleitend eine Ausstellung, entstanden aus einer Fahrt des Unnaer Kinder- und Jugendrates im Jahr zum Vernichtungslager in Ausschwitz.

Quelle: Stadt Unna

 

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