Versuchter Mord: Anklage gegen „Messerschleifer“ vom Ruhrufer Fröndenberg

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Das Ruhrufer im Fröndenberger Himmelmannpark. (Foto RB)
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Er erhielt den Beinamen „Messerschleifer“ – wegen seiner bizarr wirkenden Tatversion.

Seit rund drei Monaten sitzt ein 30-jähriger Syrer aus Fröndenberg wegen einer schweren Messerattacke am Ruhrufer gegen einen Landsmann aus Menden in Untersuchungshaft. Jetzt ist Anklage gegen ihn erhoben worden.

Der Tatvorwurf ist derselbe,  wegen dem er im Oktober in U-Haft kam:  Versuchter Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Wie berichtet, war am Abend des 18. Oktober 2019 am Ufer der Ruhr in Fröndenberg ein 25jähriger Syrer aus Menden durch zahlreiche Messerstiche schwer verletzt worden.

Unter Tatverdacht stand sofort sein 30-jähriger Landsmann aus Fröndenberg, mit dem er am Tatabend im Himmelmannpark zusammengetroffen war.

Dessen Version, er habe in Notwehr zugestochen und seinen Bekannten erst gar nicht erkannt (dieser hätte ihn heimlich verfolgt), widersprach allerdings gänzlich der Version des schwer verletzten Mendeners: Er sagte (als er denn endlich vernehmungsfähig war) ganz im Gegenteil aus, der Fröndenberger hätte ihn hinterrücks mit dem Messer angefallen.

Diese Version wurde durch weitere Ermittlungen erhärtet. Somit wurde der Asylbewerber aus Fröndenberg noch im Oktober erneut festgenommen und diesmal in die JVA eingeliefert – unter Verdacht des Mordversuchs.

Der Prozess vor dem Landgericht Dortmund wird bzw. muss spätestens Ende April – ein halbes Jahr nach der Tat – beginnen.

Den Beinamen „Messerschleifer“ handelte sich der Syrer durch seine Erklärung dafür ein, wieso er nachts mit einem Küchenmesser im Park herumlaufe: Er bringe häufig seine Messer von zu Hause zur Arbeit mit, behauptete der 30-Jährige, um sie dort scharf zu schleifen. Seine Arbeitsstätte ist – bzw. bis auf Weiteres: war – ein Döner-Imbiss in Fröndenberg. 

Hier berichteten wir: „Guck mal – der Mond“

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