Dringender Appell: „Wir geben nicht auf – Helft uns, Lia zu finden!“ (Wird fortlaufend aktualisiert)

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Die Suche nach der kleinen Lia ging am Sonntag mit Hochdruck weiter. Das Verhalten eines weiteren Mantrailerhundes deutete am Mittag erneut darauf hin, dass das Kind in die Hönne gefallen sein könnte. (Foto RB)
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„Wir geben nicht auf!“

Nach der am Samstagabend zunächst abgebrochenen Großuche nach der vermissten Zehnjährigen aus Menden wenden sich die Eltern des kleinen Mädchens sowie freiwillige Helfer heute früh (Sonntag, 2. 2.) mit einem dringenden Appell an die Öffentlichkeit. Wir haben ihn unten im Wortlaut veröffentlicht.

260 Einsatzkräfte der Feuerwehren Menden und Fröndenberg hatten bis nach 22 Uhr am gestrigen Abend an und in der Hönne nach der kleinen Lia gesucht. Gegen 8.30 Uhr am Sonntagmorgen ging der Einsatz mit Hochdruck weiter.

Leider endete sie zehn Stunden später erneut ergebnislos.  Als sich zum zweiten Mal seit Lias Verschwinden die Dunkelheit über das Hönneufer senkte, war die Kleine immer noch verschwunden.

Verstärkt wurde der Großeinsatz den ganzen Tag über um Hunderte freiwillige Helfer. Ganz Menden schien auf den Beinen, auch aus anderen Städten kamen Menschen zur Hönne gefahren und verstärkten die stetig wachsenden Suchtrupps.

Der weitere Tagesverlauf in chronologischer Folge.

  • Keine guten Neuigkeiten kamen leider um 11.30 Uhr von der Polizei.

„‪Wir suchen aktuell Ufer, Wehranlagen & Brückenbauten ab. Die Hummel hat leider nichts festgestellt. Ein 3. Mantrailer hat erneut Richtung Hönne angezeigt. Dort verliert sich die Spur. Es wird immer wahrscheinlicher, dass das Mädchen ins Wasser gefallen ist.“

Sollte das tatsächlich passiert ein, bestünde praktisch keine Hoffnung mehr für Lia. In dem eiskalten strömenden Wasser, so sagte ein Feuerwehrmann am Rande des Einsatzes unserer Redaktion, könnte das Kind höchstens zwei bis drei Minuten überleben.

  • 12.30 Uhr – Strömungsretter der Feuerwehren Nachrodt-Wiblingwerde und Hagen durchkämmen weiter intensiv die Hönne. Das ist aufwendig und sehr gefährlich. Die Strömung ist hier sehr stark. Im gesamten Stadtgebiet und entlang der Hönne läuft die Suche ebenfalls.

Es gilt weiterhin die große Bitte von Feuerwehr und Polizei an alle freiwilligen Helfer: „Lasst Euch von der Polizei auf Battenfelds Wiese informieren, wie Ihr am besten helfen könnt. Und haltet Euch bitte von den Hönneufern und den Gleisbereichen fern, um Euch nicht zu gefährden! Zum Teil mussten sich unsere Einsatzkräfte schon um Helfer kümmern, die sich selbst in Gefahr gebracht haben – diese Zeit kann viel sinnvoller genutzt werden…“

  • 13.30 Uhr: Die Suchmaßnahmen konzentrieren sich nun auf den Bereich in und entlang der Hönne. Zu den bereits eingesetzten Kräften wurden inzwischen auch die Strömungsretter der Werkfeuerwehr Hexion, der Feuerwehr Balve und das Technische Hilfswerk (THW) alarmiert. Die Helfer des THW werden mit einem Boot mit Sonar noch einmal die befahrbaren Wasserbereiche absuchen. Zudem suchen die Einsatzkräfte weiterhin Meter für Meter die Hönneufer ab.

„Die Rettungskräfte tun alles, um das Mädchen zu finden. Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft“, betont die Feuerwehr. „Gleichzeitig bitten wir um Ihr Vertrauen. Wenn weitere Unterstützung erforderlich ist, werden wir nicht zögern, sie anzufordern.

Wir bitten alle, die sich auch weiter an der Suche beteiligen möchten, neue Erkenntnisse über Notruf 110 an die Polizei zu melden oder die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei direkt vor Ort anzusprechen.“

  • 15 Uhr, eine weitere Mitteilung der Polizei: „Ein weiterer Mantrailer wurde eingesetzt. Letzterer hat erneut die Fährte bis zur Hönne aufgenommen. Dort verliert sich die Spur. Aufgrund einer weiteren Zeugenangabe geht die Polizei gegenwärtig davon aus, dass das Mädchen mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Hönne gefallen ist.“

 

18.30 Uhr – Abschlussmeldung der Feuerwehr:

Auch die Absuche mit den Sonar-Booten verlief leider ohne Ergebnis. Zudem wurde im gesamten Tagesverlauf zahlreichen weiteren Zeugenhinweisen nachgegangen. Auch diese führten bisher nicht zum Auffinden der vermissten Lia. Die Einsatzkräfte haben daher mit Blick auf die Dunkelheit nun die Intensität der Suche stark heruntergefahren. Am Montag wird die Polizei im Verlaufe des Vormittags mögliche weitere Maßnahmen prüfen.

Wir möchten uns ganz ganz herzlich für die unfassbar große Beteiligung und Unterstützung in den letzten 2 Tagen bedanken – bei allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehren, THW und den beteiligten Hilfsorganisationen ebenso wie bei den unzählbaren Helfern vor Ort oder im Hintergrund. Einfach nur: Danke! #DankeMenden

Fotostrecke

Das autistische Kind könnte sich aber auch irgendwo in einem Winkel versteckt halten. Darauf hoffen die Familie,  Angehörige und Helfer am heutigen Sonntag. Sie bitten in einem öffentlichen Appell in den sozialen Netzwerken um weitere Freiwillige.

ES WERDEN BITTE WEITER DRINGEND, FREIWILLIGE SUCHHELFER, IN MENDEN BENÖTIGT❗❗❗

Liebe Helfer,
erst einmal seitens der Angehörigen und Familie ein riesiges Danke schön aus tiefstem Herzen für eure Bemühungen!

Leider sind wir auch heute noch auf eure Hilfe angewiesen, da wir unseren Engel bisher nicht finden konnten!

Wir wollen uns etwas organisieren, deshalb bitten wir euch, um 09:00 Uhr zum Treffpunkt an der Balverstr. 6 zu kommen. Von hier aus bekommt ihr Straßen zugeteilt, wo man nochmals suchen soll. So wollen wir sichergehen, dass es nicht irgendwo einen blinden Punkt gibt!
wir geben nicht auf!🙏

Παρακαλούμε όποιους θέλουν να βοηθήσουν να βρούμε την Λία μας, να έρθουν στις 9:00 το πρωί στην Balverstr. 6, για να ψάξουμε οργανωμένα!“

 

In ihrem öffentlichen Originalbeitrag auf Facebook teilen die Angehörigen noch einige Details zu der kleinen Lia mit:

 

 

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