Vermisste Lia (10): Kein konkreter Hinweis auf Entführung – Fahndungsplakate und weitere Suche im Wasser

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Die Hönne in Menden führt nach den regenreichen Tagen Hochwasser. Das Elternhaus der kleinen Lia liegt unmittelbar am Hönneufer. Das 10-jährige autistische Mädchen verschwand am Samstag, 1. 2., gegen 16 Uhr im Schlafanzug und barfuß. (Foto: Rundblick Unna)
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  • 6. 2.  – ein weiterer Verdachtsfall in der Hönne wird am Abend  von der Mendener Feuerwehr überprüft. Der Gegenstand im Wasser stellt sich erneut als Schlafsack heraus.
  • Update 4. 2., 20 Uhr – Weiterer Verdachtsfall im Verlauf der Hönne ohne neue Erkenntnisse
  • 16 Uhr der Hubschrauber dreht vorerst wieder ab, die Polizei sucht mit einer Drohne weiter.
  • Update 13 Uhr: Aktuell werden Gerüchte verbreitet, das Kind sei tot gefunden worden. Das ist FALSCH!
  • 12.45 Uhr: Am Abtissenkamp an der Stadtgrenze zu Fröndenberg (hinter der Ruhrbrücke) wurde vorhin ein verdächtiger Gegenstand gemeldet. Er stellte sich als Schlafsack heraus, es ist kein Bezug zu Lias Verschwinden festzustellen, meldet die Polizei MK auf Twitter.
  • UPDATE Montag, 10.40 Uhr – zweite Mitteilung des Tages der Kreispolizei MK: 
  • Die Polizei wird zuletzt vermehrt mit der Mutmaßung konfrontiert, es könne sich um einen Entführungsfall handeln. Es gibt keinerlei Hinweise oder Spuren, die diesen Verdacht auch nur annähernd zulassen würden.“ Gleichwohl verteilten Polizeibeamte Fahndungsplakate im Bereich der Mendener Innenstadt. Am Vormittag liefen erneut Suchmaßnahmen unter Beteiligung der Bereitschaftspolizei Wuppertal an, um die Wehre abzusuchen. Ein Polizeihubschrauber suchte und sucht aufgrund des leicht gesunkenen Wasserstands erneut den Verlauf der Hönne sowie die Ruhr in Richtung Schwerte ab.

Am Montagmorgen berichteten wir:

Die Suche nach der vermissten kleinen Lia aus Menden musste auch am zweiten Abend ergebnislos abgebrochen werden.

Mehrere hundert Einsatzkräfte der Feuerwehr und Hunderte freiwillige Helfer hatten 10 Stunden lang am Ufer der Hönne und im Wasser nach der Zehnjährigen gesucht, die am Samstagnachmittag (1. 2.) – nur im Schlafanzug und barfuß – aus der elterlichen Wohnung verschwunden war.

Das Wohnhaus liegt unmittelbar am Hönneufer.

Heute Morgen (3. 2.) besprachen die Einsatzkräfte bei der  Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis, wie man nun weiter vorgeht.

Das Ergebnis teilte die Pressestelle um 9 Uhr mit:

Konkrete Suchmaßnahmen wie am Wochenende sollen umgehend dann wieder eingeleitet werden, wenn neue Erkenntnisse vorliegen. Bis dahin bzw. parallel ermitteln Polizeibeamte weiter mit Nachdruck im Wohn- bzw. im sozialen Umfeld der Familie der Gesuchten.

„Beamte des polizeilichen Opferschutzes kümmern sich gegenwärtig um die Betreuung der Angehörigen. Am Wochenende waren bereits Notfallseelsorger vor Ort“, berichtet der Polizeisprecher.

Er betont:

„Es wird weiterhin allen eingehenden Hinweisen nachgegangen. Bislang sind jedoch keine konkreten Hinweise auf den aktuellen Aufenthaltsort des Mädchens eingegangen.“ Eine Meldung vom gestrigen Abend von einem im Wasser gefundenen rosa Kleidungsstück im Wasser  (Lia trug bei ihrem Verschwinden am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr einen rosa Pyjama) erwies sich als falsch, es handelte sich um eine Plastiktüte.

„Die Polizei ist weiterhin auf Zeugenhinweise angewiesen. Wer Angaben zum Aufenthaltsort der Vermissten geben kann, wird gebeten, sofort den Notruf 110 zu wählen“, bittet die MK-Behörde.

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