Dr. Karsten Schneider neuer Superintendent im Kirchenkreis Unna

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Dr. Karsten Schneider (re.) wird zur Wahl zum neuen Superintendent beglückwünscht. Erster Gratulant ist der noch amtierende Superintendent Hans-Martin Böcker.
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Der neue Chef des Evangelischen Kirchenkreises Unna kommt aus Dortmund.

Die Synode des Ev. Kirchenkreises Unna hat am Mittwoch,  5. Februar, Dr. Karsten Schneider zum neuen Superintendenten gewählt.

Der Dortmunder erhielt erst am Ende eines dreistündigen Wahlmarathons im siebten Wahlgang die erforderliche Stimmenmehrheit.

Am 30. April wird Schneider damit das Amt als leitender Geistlicher des Ev. Kirchenkreises Unna mit seinen ca. 71.000 evangelischen Christen in Bergkamen, Kamen, Unna, Holzwickede und Fröndenberg antreten.

Um gewählt zu werden, wird laut Kirchenordnung die Stimmen der Mehrheit des Bestandes der Synode benötigt. Dies sind 97 Personen, somit waren 49 Stimmen für die Mehrheit nötig.

Zur Wahl standen Dorothea Goudefroy aus Menden, Andreas Müller aus Unna und Dr. Karsten Schneider aus Dortmund.

  • Im ersten Wahlgang entfielen auf Goudefroy 22 Stimmen, auf Müller 36 und auf Schneider 31 Stimmen.
  • Beide letzteren traten damit in den zweiten Wahlgang.
  • In den ersten drei Durchgängen konnte dort keiner die Mehrheit erlangen: mit jeweils zwei bis vier Stimmen lag Schneider zwar vorne, aber er erhielt nicht die erforderliche Zahl von 49 Stimmen. So ging es zunächst in eine 40-minütige Personaldebatte, an der nur die stimmberechtigten Mitglieder der Synode teilnahmen.
  • Doch auch in den folgenden zwei Durchgängen, den mittlerweile fünften und sechsten, kam es lediglich zu einem Ergebnis von 43 zu 45 bzw 41 zu 47 Stimmen für Schneider.
  • Mit genau den erforderlichen 49 Stimmen gewann Dr. Karsten Schneider den siebten Durchgang.

Dr. Karsten Schneider hatte sich, wie die beiden anderen Bewerber, am Samstag (1. 2.)  intensiv den Mitgliedern der Synode vorgestellt.

„Es ist unglaublich wichtig, wenn sich Kirche jetzt und Zukunft einsetzt für soziale Gerechtigkeit und auf Missstände aufmerksam macht.“ Dazu bedürfe es, ebenso in den anderen Themen, eines eigenen konsequenten Vorbildes. „Und es ist unbedingt richtig, wenn Kirche die Nachricht von der Liebe Gottes verbreitet, und das fröhlich und bunt.“

In seiner Vision mache Kirche dies alles auch, weil sie sich nicht zu schade sei, zu verändern. „Ich traue unserer Kirche viel zu.“

Pfarrer Dr. Karsten Schneider, geboren 1965, aufgewachsen in Ostwestfalen, studierte in Marburg, Bonn, Bochum und in Rom Evangelische Theologie, Philosophie und Geschichte und promovierte in Theologie an der Ruhr-Universität Bochum. In der Ev. Kirchengemeinde Bochum-Eppendorf folgte das Vikariat, als Pfarrer war Schneider tätig in der Johannis-Kirchengemeinde Witten und seit 2001 ist er in der Ev. Philippus-Kirchengemeinde Dortmund. Bis zur Vereinigung der Dortmunder Kirchenkreise war er Vorsitzender des Strukturausschusses im Kirchenkreis Dortmund-Süd. Im Evangelischen Kirchenkreis Dortmund ist er Vorsitzender

des Fachausschusses Bildung (u.a. Begleitung des Ev. Bildungswerkes Dortmund) und hat die Synodalbeauftragungen für Männerarbeit, Gustav-Adolf-Werk und Ev. Bund inne. Schneider lebt in Dortmund, ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Die Amtseinführung des neuen Superintendenten findet am 30.4. um 17 Uhr in der Ev. Stadtkirche Unna durch die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, statt. In diesem Rahmen wird auch Hans-Martin Böcker verabschiedet. Er war seit 2015 Superintendent im Evangelischen Kirchenkreis Unna und geht in den Ruhestand.

Infotext Superintendent

Der leitende Geistliche eines Kirchenkreises ist der Superintendent. Er wird von der Kreissynode gewählt und hat den Vorsitz des Kreissynodalvorstandes (KSV) inne. KSV und Kreissynode sind für die Leitung des Kirchenkreises verantwortlich. Er führt die Dienstaufsicht über die Pfarrer und Pfarrerinnen in seinem Bereich. Im Ev. Kirchenkreis Unna wird das Amt hauptamtlich ausgeübt. Das Wort »Superintendent« meint: jemand, der die Aufsicht führt und/oder den Überblick hat. Am besten also beides.

Text und Fotos: Ev. Kirchenkreis Unna/D. Schneider

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