Intensivtäterduo (14/15 ?), Fortsetzung: Nach 16 Straftaten in wenigen Tagen nun U-Haft

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Gefängnis / Symbolbild, Quelle Pixabay
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Das Maß ist voll. Das Fass übergelaufen.

Nach insgesamt 16 Straftaten innerhalb weniger Tage ordnete das Amtsgericht Dortmund am Freitag (7.2.)  Untersuchungshaft gegen die beiden Jugendlichen an, die – neben einem Raubversuch auf zwei Zivilbeamte (wir berichteten) – in wenigen Tagen 16 Straftaten begangen haben sollen. Mehrere Taschendiebstähle, besagten Überfall und mehrfache Widerstandsleistung.

Ob die beiden unbegleiteten Flüchtlinge im Übrigen, wie von ihnen behauptet, erst 14 und 15 Jahre alt sind, daran bestehen inzwischen erhebliche Zweifel, schreibt Polizeisprecher Peter Bandermann.

In der Nacht zu Donnerstag (6.2.) hatte die Polizei die beiden jungen Algerier ins Gewahrsam eingeliefert; denn im Saarlandstraßenviertel hatten sie versucht, zwei Zivilkräfte der Polizei zu überfallen. Da an dem Tag keine Gründe für einen Untersuchungshaftbefehl vorlagen, konnten sie den Zellentrakt im Präsidium am Donnerstagmittag zunächst wieder verlassen.

Keine 90 Minuten nach der Entlassung aus dem Gewahrsam beobachteten Zivilkräfte auf der Balkenstraße in der Innenstadt einen Taschendiebstahls-Versuch. Sie erkannten die beiden zuvor aus dem Gewahrsam entlassenen Jungen, die gerade eine 63-jährige Frau aus Hagen ins Visier genommen und in ihre Handtasche gegriffen hatten.

Die aufmerksame Passantin bemerkte den Diebstahlsversuch allerdings – die jungen Asylbewerber taten so, als sei nichts gewesen, und gingen weiter durch die Innenstadt.

Ihre zivil gekleideten Verfolger blieben dran. Auf der Katharinenstraße kam es dann zur Festnahme. Abermals leisteten die Tatverdächtigen Widerstand. Erneut lieferte die Polizei sie ins Gewahrsam ein, wo sie randalierten und Polizisten mehrfach beleidigten.

Auf Antrag der Dortmunder Staatsanwaltschaft ordnete ein Richter am Freitagabend die Untersuchungshaft an. Nach Abschluss der Ermittlungen durch die Polizei entscheidet die Staatsanwaltschaft über eine Anklage beim Amtsgericht.

„Derzeit bestehen erhebliche Zweifel an den Altersangaben (14, 15) der beiden Beschuldigten“, schließt Polizeisprecher Bandermann seinen Bericht. „Die Kriminalpolizei ermittelt gegen sie. Sie sollen u.a. zahlreiche Eigentumsdelikte begangen und illegal Drogen besessen haben.“

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2 KOMMENTARE

  1. Donnerwetter, da hatte doch endlich mal ein Richter den Popo in der Hose um einen Haftbefehl bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) auszusprechen. Wobei sich bei UMF meine Nackenhaare schon aufstellen. Unterschiedliche Studien haben ergeben, dass die freiwillige Altersangabe von der Tatsächlichen i.d.R um mehr als 50 % abweicht. Eine Studie in Schweden ergab sogar 80 % über 18 Jahre. Insofern ist doch die Naivität und Selbstüberschätzung mit der die Jugendämter der Meinung sind ein solches Urteil fällen zu können unverantwortlich. Auch wenn die rechtlichen Grundlagen leider in unserem Land fehlen um eine generelle Alterseinschätzung durch zuführen sollte doch kritischer darauf geachtet werden. Neben den monetären Auswirkungen auf die Kommunen von monatlich mehr als 5000 Euro gelten ja bei den Minderjährigen auch Narrenfreiheit und Sicherheit vor Abschiebung.
    Dann hoffen wir doch dass das Alter definitiv festgestellt wird und die Urteile dann nach passendem Recht gesprochen werden. Bewährung haben sie allerdings ausreichend gehabt, 15mal erwischt direkt erneut straffällig.