Hoffnung vergeblich – Suche nach Lia (10) findet trauriges Ende

2
13769
Symbolbild Tod, Trauer / Rundblick
Facebookrss

Es gibt traurige Gewissheit.

Die kleine Lia lebt nicht mehr.

Das zehnjährige autistische Mädchen aus Menden, das am Samstagnachmittag (1. 2.) in einem kurzen unbeobachteten Moment im Schlafanzug und barfuß ihr Elternhaus am Hönneufer verließ und seitdem von vielen hundert Menschen fieberhaft gesucht wurde, ist tot.

Die tragische Mitteilung veröffentlichte soeben (9. 2.) die Kreispolizei Märkischer Kreis.

Sie schreibt:

„Das vermisste Mädchen wurde am heutigen Sonntagmorgen tot in einem Wehr auf der Ruhr aufgefunden.“

Ein Gelsenwasser-Mitarbeiter entdeckte den leblosen kleinen Körper gegen 9 Uhr im Wehr in Halingen/Provinzialstraße, unweit der Stadtgrenze zu Fröndenberg.

Noch am Freitag hatten sich Bekannte der Familie für Sonntag zu einer weiteren Suchaktion verständigt. Sie baten öffentlich um Unterstützung. Die Suche sollte um 9 Uhr beginnen.

———————————————————

Unter Hochdruck hatten 260 Feuerwehrleute aus Menden und Fröndenberg und Hunderte freiwillige Helfer am Wochenende von Lias Verschwinden nach dem autistischen Mädchen gesucht: am Ufer der Hönne, in Lias Wohnviertel und den umliegenden Straßenzügen.

Strömungsretter der Hagener Feuerwehr suchten intensiv das Wasser ab, am Montag wurde die Suche auf die Ruhr bis Schwerte ausgeweitet. Immer wieder kreiste ein Polizeihubschrauber über Menden und Fröndenberg, am Montag ließ die Polizei zusätzlich eine Drohne über das Mendener Stadtgebiet hinwegfliegen.

Alles vergeblich.

Die Befürchtung, dass das Mädchen in die Hönne gefallen sein könnte (sie führt derzeit Hochwasser), hatten die Einsatzkräfte bereits am Samstag. Sie verstärkte sich am Sonntag, als auch der dritte eingesetzte Mantrailerhund zum Fluss hin anzeigte. Dort verlor sich Lias Spur.

Aufkommenden Gerüchten, das kleine Mädchen sei entführt worden, setzte die Polizei stets engegen, dass es dafür nicht den geringsten Anhaltspunkt gebe. Sie hielten sich gleichwohl hartnäckig und wurden bis zum Schluss auch in den sozialen Netzwerken verbreitet.

Lias Familie und weiteren Angehörigen gilt unser tief empfundenes Beileid.

Facebookrss