Ansturm auf Gesamtschule Königsborn hält an – Auch Unnaer Kinder werden abgewiesen

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Seht ungebrochen hoch in der Elterngunst: die Werner von Siemens-Gesamtschule (GEK) im Schulzentrum Nord. (Archivbild RBU)
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160 Anmeldungen bei einer Aufnahmemöglichkeit von 110 neuen Fünftklässlern.

Im dritten Jahr in Folge sprengt die Beliebtheit der Werner von Siemens-Gesamtschule Königsborn (GEK) zweistellig die Kapazitäten.

Mit 160 angemeldeten Schülerinnen und Schülern für den neuen Eingangsjahrgang im Sommer (bisheriger Rekord waren im vorigen Jahr 180) muss die vierzügige GEK erneut abweisen.

Sieben Anmeldungen mehr als im vorigen Jahr, 107, bekam die Peter Weiss-Gesamtschule (PWG). Sie kann alle Kinder aufgrund ihrer Sechszügigkeit problemlos aufnehmen.

Insgesamt 267 Viertklässler wurden im vorgezogenen Anmeldeverfahren an den beiden Gesamtschulen in Unna angemeldet, teilte die Stadtverwaltung am Montagnachmittag (10. 2.) mit. Damit bleibt die integrierte Schulform in der Kreisstadt ungebrochen beliebt.

Der erneute Anmeldeüberhang an der GEK bedeutet, dass mehrere Dutzend Eltern noch um die Aufnahme ihrer Kinder bangen müssen. Denn die Gesamtschule im Norden Unnas ist vierzügig festgelegt.

Nicht aufgenommen werden auf Basis eines gültigen Ratsbeschlusses:

  • alle auswärtigen Kinder, die in ihrer Gemeinde oder Stadt über eine eigene Gesamtschule verfügen,
  • weitere Kinder aus Nachbarkommunen ohne eigene Gesamtschule
  • sowie leider auch eine Anzahl von Kindern aus Unna.

Laut Eigendarstellung der Schule besuchen die Werner-von-Siemens-Gesamtschule Königsborn zur Zeit ca. 950 Schülerinnen und Schüler, davon 725 aus der Sekundarstufe I und 215 aus der gymnasialen Oberstufe. Ein Großteil komme nach wie vor aus Königsborn, doch in den letzten Jahren gesellten sich immer mehr Schüler/innen aus den Unnaer Randgemeinden und aus den Nachbarstädten Bönen, Dortmund, Fröndenberg, Holzwickede und Kamen hinzu. „Seit einigen Jahren nun dürfen wir leider keine sogenannten abweisbaren Auswärtigen (Schüler, deren Kommune selbst ein Gesamtschulangebot vorweist) mehr aufnehmen“, bedauert die Schule.

Das vorgezogene Anmeldeverfahren bot die Möglichkeit, einen Zweitwunsch abzufragen. „Hierdurch kann allen Eltern bzw. ihren Kindern, die sich im vorgezogenen Anmeldeverfahren für die Schulform Gesamtschule entschieden haben, in diesem Jahr ein entsprechender Platz angeboten werden, wenn auch nicht immer an der gewünschten Schule“, schließt die Stadt diesen ersten Teil der Anmeldungen fürs neue Schuljahr 2020/21.

Das reguläre Anmeldeverfahren für die Hellweg-Realschule, die drei  Gymnasien sowie die Hauptschulen in Bönen und Holzwickede startet in der nächsten Woche zu den bekannten Zeiten.

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