Faustschlag für Rollstuhlfahrer – Schlagstockhiebe für den Schläger

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Symbolbild / Pixabay
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Der Lohn der Hilfsbereitschaft. Im Märkischen Kreis ist am Samstagabend (8. 2.) ein 17-Jährger auf einen Rollstuhlfahrer losgegangen – weil dieser fragte, ob er helfen könnte.

Der 50-jährige Rollstuhlfahrer wartete abends nach dem Einkaufen an einer Bushaltestelle „Obstfeld“, als vier junge Leute auf ihn zukamen.

Sie machten auf den Rollstuhlfahrer einen verwirrten und hilflosen Eindruck. Deshalb fragte er freundlich, ob er helfen könnte.

Darauf baute sich der 17-Jährige vor ihm auf, trat ihm immer wieder gegen den Rollstuhl und verpasste ihm einen Faustschlag ins Gesicht. Danach entfernte sich der 17-Jährige mit einem 21-jährigen Siegburger und zwei jungen Frauen von der Haltestelle in Richtung Edeka.

Sie kamen aber nur einige Meter weit – da wurden sie von drei Männern abgefangen, die ihrerseits nicht lange fackelten: Sie hatten einen Schlagstock dabei und machten ohne zu zögern von ihm Gebrauch.

Die beiden jungen Männer bekamen Schläge mit einem Schlagstock auf den Kopf bzw. durch das Gesicht. Beide mussten vom Rettungsdienst versorgt, der 21-Jährige sogar ins Krankenhaus gebracht werden.

„Aufgrund des hysterischen Zustandes und der Aggressivität der beiden war keine adäquate Klärung möglich“, berichtet der MK-Polizeisprecher.

Der erste Angreifer ist ca. 1,80 Meter groß, trug Brille, rote Jacke, schwarze Hose und Schuhe. Die beiden anderen Männer waren komplett schwarz gekleidet.

Die Polizei erteilte dem 17-Jährigen einen Platzverweis und schrieb gegen ihn wegen des Vorfalls mit dem Rollstuhlfahrer eine Anzeige wegen Körperverletzung. Außerdem wird gegen Unbekannt wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Auf Nachfrage sagte uns Polizeisprecher Marcel Dilling, dass die beiden verprügelten jungen Männer Deutsche sind. Über das Trio mit dem Schlagstock ist bisher nichts weiter bekannt.

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