Video-Eklat im Rathaus DO – SPD-Ratsherr lässt sich zu Morddrohung gegen Brück (Die Rechte) hinreißen

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Symbolfoto Pixabay
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Die Mitteilung des Dortmunder Polizeisprechers Peter Bandermann war eine wenige Zeilen umfassende Notiz mit der Überschrift „Bild- und Tonaufnahme veröffentlicht – Polizei ermittelt und stellt Mobiltelefon mit Beschluss sicher“:

„Am Donnerstagmittag (13. Februar) hat ein führendes Mitglied der Partei „Die Rechte“ ein Ratsmitglied der Stadt Dortmund während eines Gesprächs offenbar ohne dessen Wissen aufgezeichnet und die Aufnahme anschließend veröffentlicht. Unmittelbar nach Bekanntwerden hat die Dortmunder Polizei ein Strafverfahren gegen den 30-jährigen Dortmunder wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das KunstUrhGesetz sowie der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes eingeleitet. Mit Beschluss des Amtsgerichts Dortmund ist der 30-Jährige noch am Abend durchsucht und der für die Aufzeichnung genutzte Datenträger sichergestellt worden.“

Dahinter steckt eine hochbrisante, bis zur Morddrohung eskalierte Provokation während einer Unterredung zweier Dortmunder Ratsvertreter: Michael Brück (Die Rechte) und Hans-Peter Balzer (SPD). Letzterer sprach, von Brück immer weiter verbal provoziert, schließlich eine massive Drohung aus, während die ganze Zeit von ihm unbemerkt Brücks Smartphone-Kamera lief.

Unmittelbar danach stellte „Die Rechte“ die heimliche Videoaufnahme ins Internet. Und der Eklat war perfekt, denn Sozialdemokrat Balster verliert während des (ihm von Brück aufgedrängten) Wortwechsels die Selbstkontrolle und lässt sich zu folgendem Satz  hinreißen:

„Viele Jahre hat mich der Staat dazu ausgebildet, um zu töten. Viele Jahre lang!“

Das Video, das nach wie vor im Internet frei verfügbar ist (Stand Freitagabend, 14. 2., 20.20 Uhr), zeigt Balzer, wie er in einer Sitzecke im Rathaus sitzt. Brück kommt dazu. Es entwickelt sich folgendes Gespräch (Audioaufzeichnung):

Brück: „Hallo zusammen, ich setz mich mal hier hin. Herr Balzer, wie geht es Ihnen denn so?“

Balzer: „Ich habe Ihnen das schonmal gesagt: Wir beiden spielen nicht in einer Liga. Ich spiele Champions League und Sie spielen Kreisklasse. Lassen Sie mich einfach in Ruh‘. Lassen Sie mich einfach in Ruh‘. Sonst vergesse ich eines Tages meine gute Erziehung. Dann brauchen Sie die Mütze nicht mehr abnehmen.“

Brück: „Wieso das denn? Warum sind Sie so unhöflich?“

Balzer: „Lassen Sie mich einfach in Ruhe, Herr Brück! Lassen Sie mich in Ruhe!“

Brück: „Ich setz‘ mich doch nur hier hin.“

Balzer: „Und sie brauchen mich auch nicht begrüßen!“

Brück: „Nicht?“

Balzer: „Nein, lassen Sie es einfach sein!“

Brück: „Meinen Sie, die Wähler werden das honorieren mit der Westbadschließung?“

Balzer: „Irgendwann geht die rote Lampe an…“

Brück: „Ja?“

Balzer: „Jo!“

Brück: „Das ist aber nicht nett.“

Balzer: „Und dann zeige ich Ihnen, was ich gelernt hab‘.“

Brück: „Was haben Sie denn…?“

Balzer: „Viele Jahre hat mich der Staat dazu ausgebildet, um zu töten. Viele Jahre lang!“

Brück: „Und Sie wollen mich töten? Herr Balzer, Sie wollen mich…“

Balzer: „Nein, ich will sie nicht töten!“

Brück: „Das haben Sie doch gerade gesagt, dass Sie das zeigen wollen.“

Ein Dritter: „Hat er nicht gesagt“

Brück: „Hat er gesagt! Sie sind ja ein Fall für den Verfassungsschutz, Herr Balzer. Beruhigen Sie sich mal Herr Balzer, auf eine gute Ratssitzung!“

  • Anmerkung unserer Redaktion: Film- und Fotoaufnahmen im Dortmunder Rathaus sind ausschließlich akkredidierten Medienvertretern erlaubt.

 

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