Massenschlägerei in Sammelunterkunft – Betreuer verletzt

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Symbolbild Gewalt. (Quelle: Pixabay)
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Bei einer Massenschlägerei in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) Möhnesee sind Freitagfrüh (14. 2.) Betreuer der Malteser verletzt worden, ein Bewohner bekam einen brutalen Schlag mit einem Einmachglas ins Gesicht.

Der neuerliche Streit eskalierte Freitagfrüh gegen 02:00 Uhr. „Ursprung war wohl der Streit zweier 18- und 28 jährigen Männern über eine Tasche“, vermutet Polizeisprecher Wolfgang Lückenkemper.

Dies uferte jedenfalls derart aus, dass schließlich zwei Gruppen von mehreren Personen aus zwei verschiedenen Herkunftsländern wild aufeinander einprügelten.

Zwei Mitarbeiter der Malteser, die schlichtend eingreifen wollten, wurden verletzt und mussten später zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Der 18-Jährige des Ursprungstreits schmetterte dem 28-Jährigen ein Einmachglas ins Gesicht. Dadurch wurde der 28-jährige verletzt und musste ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden.

Der Tumult konnte schließlich durch den  Sicherheitsdienst der Einrichtung beendet werden.

Die Polizei wurde alarmiert.

„Der 18-jährige Hauptaggressor begegnete den Polizisten und der Gesamtsituation mit bloßem Hohn“,

fährt Lückenkemper fort.

„Er zeigte keinerlei Einsicht und ließ durch sein absolut aggressives Verhalten darauf schließen, dass er zu weiteren Gewalttaten in der Nacht bereit war.“

Daher wurde er vorläufig festgenommen und verbrachte die Nacht im Polizeigewahrsam.

Hintergrund: Die Situation in der ZUE Möhnesee

Von einem Besuch in der ZUE Möhnesee berichtete im September 2018 die Diakonie Ruhr-Hellweg. Sie schilderte „Bilder von Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, vor Krieg und aus großer Not geflohen sind, Bilder von Kindern, die hinter Zäunen, auf einem Areal, zu dem niemand freien Zugang hat, Fußball spielen. Die Situation ist bedrückend, die Eindrücke belastend. Es ist bedrückend, schon eingangs vor einer Grenze zu stehen, an der ich meinen Personalausweis zeigen muss, mich anschließend nicht frei übers Gelände bewegen zu können. Es spielen hier Kinder, die aus großem Elend geflohen sind, in alten Kasernengebäuden.“ Die Beratung hier durch die Diakonie sei eine besondere Aufgabe, da die Menschen aus der Einrichtung in der Regel abgeschoben werden. „Die Situation hier ist von Perspektivlosigkeit geprägt, das macht es besonders schwierig.“

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