Bombendrohung u. a. gegen Unnaer Moschee: LINKE fordert Maßnahmen gegen antimuslimischen Rassismus

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Symbolbild islamischer Glaube / Quelle Pixabay
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Am  Mittwoch (12.2.20) erhielten zeitgleich vier Moscheen in NRW per Mail eine Sprengstoffdrohung – darunter auch die der Türkisch-Islamischen Gemeinde in Unna an der Höingstraße.

Stundenlang wurde der Bereich großräumig abgesperrt und das Gebäude gründlich durchsucht, bis am frühen Abend zum Glück Entwarnung gegeben werden konnte.

Wir berichteten.

Die LINKE in NRW verurteilt die Tat, deren Urheber noch nicht ermittelt sind. Sie fordert „endlich effektive Maßnahmen gegen antimuslimischen Rassismus“.

Jules El-Khatib, stellvertretender Landessprecher der NRW-LINKE, erklärt dazu:

„Zum wiederholten Male haben Moscheen in NRW Bombendrohungen von rechtsaußen erhalten. (Anm. d. Red.: Die Täter sind bisher nicht ermittelt.) Zwar ist bislang keine der Drohungen in die Tat umgesetzt worden. Es ist aber klar: Die Politik in NRW darf nicht länger warten, bis etwas geschieht.

Die Landesregierung muss jetzt einen konkreten Plan vorlegen, wie Moscheen in NRW vor rechter Gewalt geschützt werden können.

Darüber hinaus muss endlich deutlich gemacht werden, dass der Islam zu Deutschland gehört und das Land NRW es nicht zulässt, dass Muslim/innen stigmatisiert und diffamiert werden.“

Sascha Wagner, Landesgeschäftsführer der Partei DIE LINKE in NRW, ergänzt:

„Der Islam und Muslim/innen sind das zentrale Feindbild der rechten Szene, ihre Hetze geht aber weit über die diese hinaus bis ins bürgliche Lager. Rechte Stimmungsmache und Gewaltandrohungen müssen ernst genommen werden. Und genau so wichtig ist es, deutliche Zeichen gegen Islamfeindlichkeit zu setzen.

Denn der wachsende alltägliche antimuslimische Rassismus schafft ein Klima der Angst und führt zu immer mehr Gewalt.“

PM: DIE LINKE NRW

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