Politik aus der Mitte für die Bürger: „Wir für Unna“ macht Antritt zur Ratswahl konkret

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Gut besuchte Versammlung: Margarethe Strathoff (vorn) freute sich über reges Interesse. (Foto RB)
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Politik für die Bürger wollen sie machen, und jeder und jede, der/die mitmachen möchte, ist willkommen:

„Wir freuen uns über alle Interessierten weder von rechts noch von links. Wir möchten die Mitte„, unterstrich die Vorsitzende von „Wir für Unna“, Margarethe Strathoff, bei der zweiten öffentlichen Mitgliederversammlung des politisch engagierten Bürgervereins.

W.F.U will am 13. 9. 2020 bei der Kommunalwahl in den Unnaer Stadtrat einziehen. Die Kandidatur des Bürgerverereins ist ausgemachte Sache.

Damit werden sich zwei unabhängige Bürgerlisten um die Wählergunst bewerben: W.F.U. und die Freie Liste Unna (FLU).

Die langjährige frühere Sozialdemokratin Margarethe Strathoff verdeutlichte vor erfreulich vielen Besucher/innen in der Gaststätte Klüting´s, wieso sich W.F.U. zur Kandidatur entschlossen habe.

„Es geht darum, endlich wieder bürgernahe Politik für die Unnaer zu machen. So, wie es bis jetzt war und ist, geht es nicht weiter.“

Strathoff spielte auf eine Vielzahl von Entscheidungen in der laufenden Ratsperiode an, die von vielen Unnnaerinnen und Unnaern als „bürgerfern“, wenn nicht gar „bürgerfeindlich“ aufgefasst wurden. „Wir wollen ein Zeichen setzen gegenüber dem Rat“, unterstrich sie. „Die Parteien entscheiden derzeit nicht im Sinne der Bürger.  Sie machen Politik für ihre Pöstchen.“

Wieso denn eigentlich der Antrag auf Wasserspiele/Wasserspielpätze in der Innenstadt von der Politik abgelehnt worden sei, wollte eine Besucherin wissen: Dies sei genau so ein Beispiel für Bürgerferne, bestätigte Margarethe Strathoff: Angesichts des sicht- und fühlbar fortschreitenden Klimawandels und der zunehmend heißen Sommermonate sei ein Antrag, der mehr Kühle und Erfrischung in der Innenstadt verspreche, eigentlich aus sachlichen Erwägungen kaum abzulehnen.

„Die wollen Front machen gegen uns“, sagte Strathoff deutlich.

Zumal – was bekannt ist – „Wir für Unna“ vielen „Abtrünnigen“ der etablierten Parteien eine neue Heimat bietet, so z. B. Bärbel Risadelli und Ingrid Kroll, beide (wie Strathoff) ehemals Jahrzehnte überzeugte Sozialdemokratinnen.

Veschiedene Sachfragen zur Kommunalwahl wurden gestellt und beantwortet; etwa:

  • Wieviel Aufwand beansprucht so ein Ratsmandat?

Das kommt auf den Ausschuss an, so Strathoff. „Wir würden uns – wenn wir denn in den Rat einziehen – als Verein einigen, wer am sinnvollsten in welchem Ausschuss mitarbeitet.“ Das komme auf die persönlichen Neigungen, Interessen und politischen Erfahrungen an.

In jedem Fall solle aber jedes Ratsmitglied nur einen Ausschuss belegen.

  • Wie viele Stimmen braucht W.F.U., um in den Rat einzuziehen?

Das werde nach einem komplizierten Rechenverfahren ermittelt, erklärte die Vorsitzende.

Einen groben Anhaltspunkt kann das Ergebnis der Kommunalwahl vom Mai 2014 geben.

Die SPD errang 21 Sitze (40,9 Prozent) mit 10.453 gültigen Wählerstimmen, die CDU 15 Sitze (28,7 %) mit 7439 Stimmen, die beiden Kleinsten – FDP und Linke – bekamen mit ihrenn 885 bzw. 1243 Stimmen jeweils zwei Ratssitze.

HIER sind alle Ergebnisse der Wahl 2014 nachzulesen.

  • Wie wird das Wahlprogramm gestaltet, gibt es eine Website?

Als Beispiel für ein Wahlprogramm zeigte Maggie Strathoff das Programm der SPD vor. Das umfangreiche Heft wurde für die Kommunalwahl 2014 erstellt und ist noch bis zum 13. 9. 2020 gültig. „Dort steht übrigens der Erhalt der Eissporthalle drin“, merkte Strathoff an, mit Blick auf die anwesenden Vertreter der Bürgerinitiative „Unna.braucht.Eis“.

Wilhelm Ruck und Michael Weber waren erschienen. Ruck sagte auf unsere Frage nach einer Ratskandiatur in Königsborn, wo er wohnt, mit einem Lächeln: „Schauen wir mal.“

Ein Wahlprogramm wird auch W.F.U. natürlich haben, „aber kein ellenlanges. Und wir werden keine leeren Versprechungen machen“, unterstrich Strathoff.

Zur Website: Die sei in Arbeit, bestätigte Katharina Suttrop vom Vorstand.

  • Wie sieht es mit den Unterstützungsunterschriften aus?

Jede/r Kandidat/in muss in seinem/ihrem Wahlkreis fünf Unterstützerunterschriften beibringen. Die Unterzeichner erklären sich damit einverstanden, dass W.F.U. zur Wahl antritt. Sie bezeugen mit ihrer Unterschrift nicht automatisch Sympathie für W.F.U.

  • Und wie steht´s mit einer/einem Bürgermeisterkandidat/in?

Diese spannende Frage wird zeitnah entschieden.

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