Integrationsrat Unna zur Mahnwache – „Mit Migration und Islam endlich objektiv umgehen“

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Symbolbild einer brennenden Kerze - Quelle Pixabay
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„Wir sind zutiefst bestürzt und schockiert über den offenkundig rassistischen Terroranschlag in Hanau. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind bei den Familien und Freunden der Opfer.“

Nach der Bluttat in Hessen fordert der Integrationsrat Unna politisches wie zivilgesellschaftliches Handeln.

„Diese brutale Gewalt muss nun endlich Politik und Gesellschaft auf den Plan rufen. Populistische Debatten, die sich für eine sogenannte Leitkultur jenseits unseres Grundgesetzes aussprechen, sind absolut verantwortungslos.

Es gilt das Problem des Rassismus an der Wurzel zu packen und zu bekämpfen – jederzeit und an jedem Ort. Das Grundgesetz ist die Grundlage der Werte, die uns allen gemeinsam sind: Die Unantastbarkeit der menschlichen Würde und die Gleichwertigkeit aller Menschen – unabhängig von ihrer Herkunft, Religion, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung, einer Behinderung und frei von jedweder rassistischen Zuschreibung.“

Das Gremium ist sich sicher: „Wenn mit den Themen Migration und Islam nicht endlich objektiv umgegangen wird, sind weitere Morde und Terroranschläge vorprogrammiert.“

Um 13:30 Uhr findet heute Mittag eine Mahnwache im Rathaus statt.

Vor dem Hauptbahnhof Hamm versammelten sich am gestrigen Abend laut Polizei spontan etwa 20 Personen, um ihre Anteilnahme auf die Geschehnisse in Haunau zu zeigen. Die Teilnehmer kamen aus dem Kreis der Partei „Die Linke“ und der alevitischinen Gemeinde Deutschlands. Es fanden kurze Redebeiträge statt und es wurden Flyer verteilt. Die Versammlung verlief friedlich und störungsfrei. Sie wurde um 19.40 Uhr beendet.

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