„Nur eine Frau“ trägt Thema Zwangsheirat in die Schulen

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Braut im Hochzeitskleid. (Symbolbild / Pixabay)
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Filme eröffnen oft einen leichten Zugang zu schwierigen Themen. Das weiß auch das Netzwerk gegen Zwangsheirat und Gewalt in der Familie unter der Federführung des Kommunalen Integrationszentrums Kreis Unna (KI).

Es möchte so das Thema Zwangsheirat und Gewalt in der Familie in die Schulen tragen.

Die Lizenz zur Vorführung des Films „Nur eine Frau“ ist da – jetzt können sich Schulen oder andere Bildungsinstitutionen melden und die Experten einladen.

„Wir können neben der Filmvorführung auch Unterrichtsmaterial anbieten, um das Thema im Schulunterricht zu vertiefen und bringen auch Experten von der Fachberatungsstelle ‚Mädchenhaus-Bielefeld‘ mit zur Vorführung, um das Thema direkt im Anschluss zu diskutieren“, sagt Sprecherin Sevgi Kahraman-Brust. „Gewalt in der Ehe und Zwangsheirat darf kein Tabuthema sein und muss offen diskutiert werden – gerade auch bei Jugendlichen.“

Nur eine Frau
Der Film „Nur eine Frau“ erzählt die Geschichte von Aynur, einer selbstbewussten, jungen Frau, die sich von ihrer Familie nicht vorschreiben lassen will, wie sie leben soll. Dann wird sie von ihrem Bruder erschossen.

„Geeignet ist der Film für Kinder ab 14 Jahren, also ab Schulklasse 9“, sagt Kahraman-Brust.

Die Geschichte beruht auf dem Schicksal von Hatun Sürücü, die in Berlin lebte. Ihr Tod am 7. Februar 2005 führte zu einer großen Solidarisierungsbewegung aller Frauen in Deutschland.

Im Jahr 2008 wurde das „Netzwerk gegen Zwangsheirat und Gewalt in der Familie im Kreis Unna“ gegründet. Seitdem arbeitet das Netzwerk und das Thema Zwangsheirat ist nach wie vor sehr aktuell.
 
Wer mehr zum Projekt wissen will, erreicht Sevgi Kahraman-Brust unter Tel. 0 23 07 / 9 24 88 – 74 oder per E-Mail an sevgi.kahraman-brust@kreis-unna.de. Mehr zum KI gibt es unter www.kreis-unna.de/ki. Unterrichtsmaterialien zum Herunterladen sind unter www.nureinefrau-derfilm.de zu finden. PK | PKU

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