„Profitieren von Schließung in Unna“: Stadt Bergkamen will Eishalle zurückkaufen und investieren

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Die Eishalle Unna beim öffentlichen Besichtigungtermin am 16. 7. 2018. (Archivbild RBU)
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Die Eissporthalle in Bergkamen profitiert kräftig von der geschlossenen Halle in Unna: Man habe dadurch „eine deutlich höhere Auslastung“, zeigte sich der private Betreiber Martin Brodde gegenüber dem WA (Onlineausgabe) sehr zufrieden über den Besucherstrom.

Und deshalb will die Stadt Bergkamen die Halle jetzt in ihr Eigentum zurücknehmen und kräftig investieren.

Für die Eishallenretter in Unna, die ihre Halle im vergangenen Mai nur mit einem Bürgerentscheid vor dem schon beschlossenen Abriss bewahren können, müssen sich Sätze wie diese von Bergkamens Kämmerer Marc Alexander Ulrich wie ein Schlag ins Gesicht anfühlen:

„Herr Brodde betreibt das Unternehmen so erfolgreich mit so großer Resonanz und auch so wirtschaftlich, das wollen wir auf jeden Fall weiter stärken und ausbauen.“ Und: „Wir sind sehr froh, dass wir so eine Einrichtung in Bergkamen haben.“

Die Stadt wolle nun selbst wieder Eigentümerin der Halle werden und investieren, damit die Einrichtung auch im Sommer als Veranstaltungsort glänzen könne. Dazu müsse ein neuer baulicher Zustand her.

„Brodde wird weiter Betreiber bleiben, die Stadt möchte ihren Teil zur Erfolgsgeschichte der Halle beitragen“, heißt es im WA. Städtisches Geld dürfe nur in städtische Einrichtungen fließen,  daher der geplante Rückkauf.

Martin Brodde hatte selbst schon einiges in seine Halle investiert, z. B. eine zweite Eismaschine gekauft und eine komplett neue Lichtanlage.

Seit die Eissporthalle Unna geschlossen ist, nutzen die Eissportvereine für ihr Training die Halle in Bergkamen mit.

 

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