Zwei Kastanien am Kreishauskreisel gefällt – von wem, warum, mit welchem Recht?

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Fällung einer der beiden Kastanien am Kreisel Viktoriastraße/Fr. Ebert-Straße. (Foto: M. Weber)
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Schon wieder zwei Bäume weniger in Unna.

Die Aufregung um Baumfällungen in der Stadt des erklärten Klimanotstands setzt sich fort. Nach dem Kahlschlag an der Mühle Bremme wurden jetzt am Rosenmontag, 24. 2., zwei städtische Kastanien am Kreishauskreisel (Einmündung obere Friedrich-Ebert-Straße/Viktoriastraße) gefällt. Unnas Grüne toben.

„Wie die Axt im Walde“, zürnen sie in einer Stellungnahme von heute (25. 2.) auf ihrer Homepage.

Die Bäume seien ohne ordnungsrechtliche Genehmigung der Säge zum Opfer gefallen. „Auf Nachfragen ist nicht eindeutig zu erfahren, von wem die Bäume gefällt wurden und warum und mit welchem Recht“, schimpfen die Grünen.

Die beiden Kastanien seien Mitte der 90er Jahre als Ersatz für die Abholzung von über hundertjährigen Bäumen für den Bau des Kreishauskreisels gepflanzt worden.

„Als Ersatzpflanzung am Altstandort der historisch gewachsenen Allee fallen die beiden Bäume eindeutig unter die Dienstanweisung des Bürgermeisters, die sich an die Baumschutzsatzung anlehnt“, schimpfen die Grünen. „Für die Fällung ist im Umweltausschuss zwingend ein Antrag zu stellen, egal ob Baurecht besteht oder nicht. Das ist nicht erfolgt.“

Dienstanweisung sei Dienstanweisung, und die sei zu beachten.

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