Sanierungskosten für Stadthalle steigen um weitere halbe Mio. – 160.000 € für Sprinkleranlage in Lindenbrauerei

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Stadthalle Unna (Foto RBU)
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Die Stadt Unna sieht sich mit weiteren Kostensteigerungen konfrontiert: Neben Rathaussanierung, Grundschulcontainern, Schultoilettensanierung und Eishalle steht auch für die Stadthalle ein weiteres Mal ein Mehrfinanzierungsbedarf an.

Um 580.000 Euro wird die rund 5,5 Mio. Euro umfassende Gesamtsanierung abermals teurer.

Zugleich muss in einem anderen städtischen Gebäude, der Lindenbrauerei, die Sprinkleranlage erneuert bzw erweitert werden, das kostet laut Stadt 160.000 Euro.

Zum Thema Stadthalle schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage für den Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag, 27. 2.:

 

Brandschutzertüchtigung der Stadthalle

Für die Umsetzung der Baumaßnahme wurden 3.800 T€ im Jahr 2016 zur Verfügung gestellt, die im Rahmen der weiteren Planung um 1.855 T€ auf insgesamt 5.655 T€ erhöht wurden, da sich die Arbeiten als komplexer und zeitaufwendiger herausstellten, als ursprünglich angenommen.

Die Brandschutzertüchtigung, d. h. alle der Betriebssicherheit und dem Brandschutz dienenden Arbeiten sollen im Sommer 2020 unter Einhaltung des Budgets abgeschlossen werden.

2. Küche: Erneuerung der Lüftungstechnik und Elektroinstallation

Im Zuge der o. g. Brandschutzsanierung der Stadthalle hat sich herausgestellt, dass die Lüftungsanlage der Küche sowohl schadstoffbelastet als auch für die Art der Nutzung nicht zulässig ist. Eine Ertüchtigung der Bestandsanlage war nicht möglich, der Rückbau der schadstoffbelasteten Anlagenteile ist bereits erfolgt.

Um einen insgesamt zukunftsfähigen sowie dem derzeitigen Nutzer gegenüber vertragsgemäßen Zustand der Küche herzustellen, wird der Einbau einer Küchenlüftungsdecke ohne Wärmerückgewinnung (WRG) empfohlen.

Nach überschlägiger Kostenschätzung ist mit Kosten in Höhe von ca. 400 T€ zu rechnen.

3. Dacherneuerung Seitenfoyers

Die Dächer der Seitenfoyers weisen eklatante baukonstruktive Mängel auf, die über Jahre hinweg massive Feuchteschäden verursacht haben.

Im Rahmen der Brandschutzertüchtigung der Stadthalle wurden bereits die Unterdecke einschl. völlig durchnässter Wärmedämmung entfernt. Der Dachaufbau ist unter bauphysikalischen, baukonstruktiven und statischen Gesichtspunkten neu zu betrachten und wiederherzustellen.

Nach erster Einschätzung belaufen sich die Kosten für die Sanierung auf ca. 180 T€.

4. Weitere Ausbauarbeiten

Nach Fertigstellung der betriebssicherheits- und baukonstruktiv relevanten Baumaßnahmen ist es notwendig, weitere Ausbaumaßnahmen durchzuführen:

– Einbauten, die der Optimierung der Raumakustik und Raumlufttechnik dienen, z. B. der Einbau von Volumenstromreglern im Festsaal, sowie Abhangdecken dort und in den Seitenfoyers. – Aufgrund des Umbaus eines Lagerraums zu Technikräumen fehlt dem Betrieb derzeit Lagerfläche. Ein neuer Lagerraum muss zur Verfügung gestellt werden.

Für diese Maßnahmen ist nach überschlägiger Kostenschätzung mit Kosten in Höhe von ca. 480 T€ zu rechnen. Die Ausführung wird allerdings voraussichtlich nicht vor 2024 erfolgen können. Die Finanzierung ist in den kommenden Jahresabschlüssen sicherzustellen.

5. Finanzierung

Der Rat beauftragt die Verwaltung, im Jahresabschluss 2019 für die unter den Punkten 2 und 3 genannten Maßnahmen entsprechende Rückstellungen für Instandhaltungen in Höhe von insgesamt 580.000 Euro zu bilden. Die Finanzierung der außerplanmäßigen Mittel erfolgt aus Mehreinzahlungen der Bildungs- und Investitionspauschale der Jahre 2019/2020 in Höhe von 130.000 Euro und aus Verbesserungen in Höhe von 450.000 Euro, resultierend aus dem vorläufigen Jahresabschlussgutachten der Versorgungskasse zu den aufwandswirksamen Beihilfeverpflichtungen des Jahres 2019.

Die Finanzierung der unter Punkt 4 genannten Maßnahmen ist in den kommenden Jahresabschlüssen sicherzustellen.

 

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2 KOMMENTARE

  1. Nun mögen ja nach vielen Jahren Baumängel aufgetreten sein die wirklich nicht erkennbar waren.
    Die Kosten dafür belaufen sich aber derzeit auf 180T€. Peanuts, würde ein Banker sagen angesichts der bisherigen Sanierungskosten von annähernd 6 Mio Euro.
    Und da kommen mir doch so langsam die Zweifel auf.
    So wie man es beobachten kann werden offensichtlich Bauvorhaben die durch den Rat der Stadt Unna sollen eher klein gerechnet. Bauvorhaben die keiner haben will mit willkürlichen Kosten versehen. (Beispiel Eissporthalle, Rathaustreppe etc.)
    Andererseits treten dann plötzlich bei den gewünschten, durchgewinkten Vorhaben unerwartete aber dann doch notwendige Investitionen auf die die ursprüngliche Planung wie in dem Fall Stadthalle um 50% überschreiten.
    Sorry, wenn das die Planung eines renommierten Architektenbüros war sollten die in Regress genommen werden. Kein privater Bauherr kann sich einen 50% höheren Invest leisten.
    Aber hier geht es ja nur um das Geld des Bürgers das in unverantwortlicher Weise durch die Inkompetenz der Fachbereichsleiter in der Verwaltung verbraten wird.