Blutspender zögern wegen Coronavirus – DRK klärt auf: „Ruhig Blut!“

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Archivbild: Blutspendetermin in der Gesamtschule Fröndenberg. (Foto RB)
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Die Furcht vor dem Coronavirus wirkt sich auch auf die Blutspenden aus. Die Zahl der Spender sei in den vergangenen Tagen messbar gesunken, um ca. 20 Prozent, meldet der  Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes.

Der DRK-Blutspendedienst West stellte am Mittwochmorgen (4. 3.) einen sachlichen informativen Beitrag dazu ein:

Ruhig Blut – Blutspenden in Zeiten des Coronavirus (Covid-19)

Das Wichtigste vorweg: Wenn Sie gesund und fit sind, können Sie Blut spenden. Auch in Zeiten der Grippewelle, grassierender Erkältungen und des Coronavirus (Covid-19), benötigen wir dringend Blutspenden, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können!

Kann ich jetzt noch Blut spenden?
Ja, denn jede Blutspende zählt und wird dringend benötigt. Die DRK-Blutspendedienste beobachten die Lage rund um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus (COVID-19) sehr aufmerksam und stehen hierzu in engem Austausch mit den verantwortlichen Behörden. Grundsätzlich gilt wie immer: Wer Blut spenden möchte, sollte sich gesund und fit dafür fühlen. Die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen für die Blutspende gewährleisten weiterhin einen hohen Schutz für Blutspender und Empfänger.

Wie immer gilt: Menschen mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen sollen sich erst gar nicht auf den Weg zu einer Blutspendeaktion machen, die anwesenden Ärzte auf unseren Blutspendeterminen werden sie in diesen Fällen nicht zur Spende zulassen. Das gilt auch für Spendewillige, die vom Coronavirus betroffene Risikogebiete bereist haben.

Das Thema wird sehr sensibel gehandhabt, wir möchten aber auch vor Panik warnen. Nicht Jeder, der einen Schnupfen hat, ist mit Covid-19 infiziert und der Aufenthalt in der Öffentlichkeit führt nicht zu einer Infektion. Auf einem durchschnittlichen Blutspendetermin kommen sie nicht mit mehr Menschen in Verbindung als auf einer Zugfahrt oder einem Kinobesuch.

Sind Blutpräparate für die Transfusionsempfänger sicher?
An der Präparatesicherheit für Transfusionsempfänger hat sich durch Covid-19 nichts geändert! Für die Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte gibt es keine gesicherten Hinweise. Bluttransfusionen sind sicher und unverzichtbar. Auch hier gilt, dass die Aufsichtsbehörden engmaschig beobachten und analysieren.

Wie kann ich persönlich vorbeugen und mich schützen?
Grundsätzlich gilt: Der beste Schutz liegt bei Ihnen selbst.

  • Achten Sie auf eine gute Handhygiene: Waschen Sie gründlich und auch häufig Ihre Hände (Handgelenke, Fingerzwischenräume und das Nagelbett)
  • Befolgen Sie die „Nies- und Hustenetikette„: Verwenden Sie Einmaltaschentücher, niesen Sie in die Armbeuge, und drehen Sie sich von anderen Menschen weg.
  • Fassen Sie sich mit den Händen nicht ins Gesicht.
  • Denken Sie auch einmal daran, Ihr Handy zu reinigen, auch auf dieser Oberfläche wimmelt es oftmals von Keimen.

Bei Bedarf werden wir diesen Beitrag fortschreiben und ergänzen. Für alle, die mehr über die Blutspendetermine in Wohnortnähe erfahren wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter 0800 -11 949 11 werden montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr alle Fragen beantwortet.

https://www.blutspendedienst-west.de/magazin/gesundheit/ruhig-blut-blutspenden-zeiten-des-coronavirus-covid-19

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