Ab heute müssen die meisten Läden schließen – Lokalbesuche nur noch bis 15 Uhr

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Eselbrunnen auf dem Markt. (Foto Rundblick)
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Die Zeit für Außencafébesuche über den frühen Nachmittag hinaus ist ab heute zunächst vorbei. So dürfte auch der Alte Markt in Unna, der bis gestern noch gut gefüllt war, ab heute Nachmittag) verwaisen – zumal die meisten Geschäfte in der Innenstadt nun geschlossen bleiben müssen.

Mit dem heutigen 18. März treten weitere Maßnahmen der Landesregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft. Der entsprechende Erlass wurde auf der Webseite des Landes NRW gestern veröffentlicht und ist bindend für alle Städte und Kommunen.

Der gravierendste Einschnitt betrifft den Einzelhandel. Der City-Werbering Unna informierte seine Mitglieder am heutigen Morgen per Mail über die ab heute geltenden Regelungen.

  • Restaurants und Speisegaststätten dürfen frühestens ab 6 Uhr öffnen und sind spätestens ab 15 Uhr zu schließen. Reine Kneipenbetriebe, Bars etc. dürfen bereits seit Montag nicht mehr öffnen.


GEÖFFNET bleibt der Einzelhandel für:

  • Lebensmittel,
  • Wochenmärkte,
  • Abhol- und Lieferdienste,
  • Getränkemärkte,
  • Apotheken,
  • Sanitätshäuser,
  • Drogerien,
  • Tankstellen,
  • Banken und Sparkassen, Poststellen,
  • Frisöre,
  • Reinigungen,
  • Waschsalons,
  • der Zeitungsverkauf,
  • Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte
  • und der Großhandel.

Alle anderen Verkaufsstellen des Einzelhandels sind ab dem 18.03.2020 zu schließen.

Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiter nachgehen.

Die Anordnung ist zunächst bis zum 19.04.2020 befristet.

Die Stadt Unna gab auch für diese erweiterte Verfügung am frühen Abend wieder eine ordnungsbehördliche Verfügung für ihr Stadtgebiet heraus, ebenso die Stadt Kamen. Dort gelten die neuen Einschränkungen ab dem 19. 3., in Unna ab sofort. „Die Verlangsamung der Infektionen bleibt unser oberstes Ziel. Wir sind uns bewusst, dass wir den Bürger/innen viel abverlangen, aber nur so können wir die Herausforderung gemeinsam und solidarisch bewältigen“, sagt Unnas Bürgermeister Werner Kolter. Grundlage für die neue Allgemeinverfügung ist der jüngste Erlass der NRW-Landesregierung, der weite Teile des öffentlichen Lebens berührt. Die neuen Regelungen treten unmittelbar in Kraft.

AllVerf (Copyright: Kreisstadt Unna)

Die Landesregierung führt dazu ausführlicher aus:

  • Weitere kontaktreduzierende Maßnahmen: In Ergänzung zu den am 15. März 2020 angeordneten Maßnahmen gelten ab dem 16. März 2020 beziehungsweise 17. März 2020 weitere Maßnamen, um zu einer weiteren Verzögerung der Infektionsdynamik beizutragen.
    • Folgende Einrichtungen, Begegnungsstätten und Angebote sind zu schließen beziehungsweise einzustellen: Alle Kneipen, Cafés, Opern- und Konzerthäuser (ab 16. März), alle Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte und ähnliche Einrichtungen, Reisebusreisen, jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie alle Zusammenkünfte in Vereinen (ab 17. März), Spielhallen, Spielbanken, Wettbüros und ähnliche Einrichtungen (ab 16. März), Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen (ab 16. März).
    • Alle Spiel- und Bolzplätze sind zu schließen.
    • Der Zugang zu Bibliotheken (außer Bibliotheken an Hochschulen), Mensen, Restaurants und Speisegaststätten sowie Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen ist zu beschränken und nur unter strengen Auflagen (sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich) zu gestatten. Auflagen sind Besucherregistrierung mit Kontaktdaten, Reglementierung der Besucherzahl, Vorgaben für Mindestabstände zwischen Tischen von 2 Metern, Hygienemaßnahmen, Aushänge mit Hinweisen zu richtigen Hygienemaßnahmen etc
    • . Restaurants und Speisegaststätten dürfen frühestens ab 6 Uhr öffnen und sind spätestens ab 15 Uhr zu schließen.
    • Folgenden Geschäften ist bis weiteres auch die Öffnung an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr gestattet (dies gilt nicht für Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag): Geschäften des Einzelhandels für Lebensmittel, Wochenmärkten, Abhol- und Lieferdiensten sowie Apotheken, außerdem Geschäften des Großhandels.
    • Sämtliche Verkaufsstellen im Sinne des Ladenöffnungsgesetzes müssen die erforderlichen Maßnahmen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlagen treffen.
    • Übernachtungsangebote dürfen nur zu nicht touristischen Zwecken genutzt werden.
    • Veranstaltungen sind grundsätzlich untersagt.

HIER geht es zum vollständigen Erlass

 

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