Panzer rollen durchs Revier – Corona und die Bundeswehr

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Beispielbild Bundeswehr / Archiv RB
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Durch die Corona-Pandemie liegen zunehmend die Nerven blank, und Fake-News treiben bizarre Blüten. So wird seit einigen Tagen per WhatsApp die Behauptung verbreitet, die Bundeswehr bereite sich auf den Ausnahmezustand vor – in Kürze werde über ganz Deutschland der kriegsähnliche Ausnahmezustand verhängt, Panzer würden durch die Straßen patroullieren und auf strengste Ausgangssperre achten. 

Anlass für deartige Behauptungen sind die Panzertransporte, die gerade auf Deutschlands Autobahnen und Landstraßen zu sehen waren bzw. sind, auch bei uns in der Region, z. B. in Dortmund. Oder die, wie in diesem Tweet zu sehen, auf Transportwaggons der Deutschen Bahn durchs Land reisen.

Hintergrund der Militärbewegungen war das US-Militärmanöver „Defender-Europe 20“, das wegen der sich zuspitzenden Pandemie vorzeitig beendet wurde. Geplant war, dass an dem Großmanöver in Deutschland, Polen und den baltischen Staaten rund 37.000 Soldaten aus 18 NATO-Staaten teilnehmen sollten.

Mit über 30.000 Fahrzeugen sollte geübt werden, wie schnell Truppen von deutschen Häfen per Bahn und Straße nach Osteuropa verlegt werden können.

Seit dem 16. März wird das Manöver nicht mehr weitergeführt, bestätigte ein Bundeswehr-Sprecher gegenüber überregionalen Medien.  Diee US-Streitkräfte planen demnach noch den Rücktransport der Panzer und weiterer schwerer Waffen.

Derweil beschäftigt der Kampf gegen das Corona-Virus COVID-19 durchaus auch die Bundeswehr – aber eben nicht mit Panzern und schwerem Geschütz, sondern durch zivile Hilfen:

„Was immer jetzt gebraucht wird, wenn wir helfen können, tun wir es“, fasste Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer das Signal am Donnerstag (19. 3.) zusammen. HIER geht es zu ihrem Tagesbefehl an die Bundeswehr.

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