Zu geringer Abstand – Dresche mit Besenstiel: Zahlreiche „Corona“-Einsätze im Kreis

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Symbolbesen / Quelle Pixabay
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Der coronabedingte Ausnahmezustand lässt offenbar zunehmend Nerven blank liegen. So drosch am Samstag (21. 3.) ein Kunde in einer Drogerie in Kamen auf seinen Hintermann an der Kasse mit einem Besenstiel ein, da dieser den Mindestabstand nicht eingehalten hatte.

Zahlreiche Einsätze im gesamten Kreisgebiet musste die Kreispolizei im Zusammenhang mit dem Coronavirus bewältigen.

Polizeisprecher Christian Stein greift exemplarisch nur ein paar heraus:

So den Vorfall in besagter Drogerie-Filiale an der Kampstraße in Kamen: Dort beschwerte sich gegen 12.40 Uhr am Samstag ein 41-jähriger Kamener über den zu geringen Abstand eines 46-Jährigen hinter ihm an der Kasse. Sodann schlug  der 41-Jährige mit einem Besenstiel, den er in der Drogerie kaufen wollte, auf den 46-Jährigen ein.

Leicht verletzt wurde der Verprügelte mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Gegen den 41-Jährigen läuft ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

Aus einer Metallbau-Firma an der Edisonstraße in Bönen wurden bereits am Freitag (20.03.2020) zwischen 17.00 und 21.00 Uhr 20 Liter Desinfektionsmittel gestohlen. Hinweise auf Täter liegen nicht vor. Die Ermittlungen dauern an. Zeugen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben, werden gebeten, sich an die Polizei Kamen unter der Rufnummer 02307-921 3220 zu wenden.

Außerdem trafen Einsatzkräfte der Kreispolizeibehörde Unna im gesamten Kreisgebiet immer wieder größere Personengruppen an, die sich unter anderem auf Bolzplätzen, Spielplätzen und in Gemeinschaftsgärten aufhielten. Zum Teil mussten Platzverweise erteilt werden.

Die Kreispolizeibehörde Unna bittet die Bevölkerung im Kreis Unna eindringlich, die neuen Vorschriften zu befolgen, in der aktuellen Situation zu Hause zu bleiben und sich an das Kontaktverbot zu halten. Täglich führt die Kreispolizeibehörde Unna in enger Zusammenarbeit mit den Ordnungsämtern der Kommunen kreisweit Schwerpunkteinsätze durch. Die Kreispolizeibehörde Unna leistet Amtshilfe und unterstützt die Ordnungsämter der Städte im Kreis Unna bei der konsequenten Durchsetzung der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus. Bei Verstößen werden geeignete Maßnahmen ergriffen, dazu gehören Geldbußen.

„Uns ist bewusst, dass dies keine leichte Situation ist. Aber genau in dieser schwierigen Phase, in der dringend Solidarität gefragt ist, hat unsere Gesellschaft, haben Sie die Chance zu zeigen, dass wir zusammenhalten und dass wir für Bürgerinnen und Bürger einstehen, die stärker gefährdet sind als andere. Denken Sie bitte nicht nur an sich selbst, sondern auch an Ihre Mitmenschen“, betont Landrat Michael Makiolla, Leiter der Kreispolizeibehörde Unna. „Deshalb erneut die Bitte: Bleiben Sie zu Hause! So unterbrechen Sie die Infektionskette und retten Leben.“

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