B1-Sperrung für LKW: Land befürchtet weder Probleme auf A1, A2 und A45 noch im Kreis Unna

0
365
Auf der Autobahn 40 weisen Schilder auf das Fahrverbot hin. Foto: Polizei Dortmund
Facebookrss

Die B1 In Dortmund soll ab dem heutigen Dienstag, 24. 3., für den durchfahrenden LKW-Verkehr ganztägig gesperrt werden; mit Umleitungen über die A1, A 45 und die A2. Das Land NRW befürchtet dadurch weder Verkehrprobleme auf den Autobahn noch eine spürbare Auswirkung durch Ausweichverkehre auf den Kreis Unna.

„Abstimmungen zwischen Dortmund und den Nachbarstädten hatte es nicht gegeben“, kritisiert SPD-Ratsherr Ralph Bürger aus Unna-Billmerich. Er erinnert daran, dass Ratsmitglieder aus Billmerich befürchten, dass noch mehr Schwerlastverkehr  die Ortsdurchfahrt als Abkürzungstrecke benutzt.

Auf Bürgers Anfrage (wir berichteten) legt das NRW-Verkehrsministerium nun erstmals Fakten auf den Tisch. Es teilt mit:

Im Rahmen des Klageverfahrens der Deutschen Umwelthilfe gegen das Land NRW auf Fortschreibung des Luftreinhalteplans Dortmund beim Oberverwaltungsgericht Münster haben sich die Beteiligten am 14.1.2020 auf konkrete Maßnahmen zur Einhaltung des Immissionsgrenzwertes für Stickstoffdioxid verständigt und einen Vergleichsvorschlag des OVG angenommen….Bestandteil dieses Maßnahmenpakets ist die Ausweitung des…nächtlichen Fahrverbots für den LKW-Durchgangsverkehr über 7,5 t….

Hierzu soll der LKW-Durchgangsverkehr….über die A1 und die A 45 im Süden Dortmunds bzw. über die A2 im Norden der Stadt umgeleitet werden.“

Zur damit steigenden Umweltbelastung im Kreis Unna heißt es:

„Es wird erwartet, dass die Maßnahme keinen Regelungsbedarf in Sachen Luftreinhaltung auf den Umleitungsstrecken…bewirkt, da hierdurch lediglich rund 20% des ganztägigen LKW-Verkehrs auf die o.g. Autobahnen verlegt werden.“ Vertreter der Stadt Dortmund hatten der Presse eine Größenordnung von 1000 LKW´s pro Tag genannt, was eine Schlange von rund 15 km (!) LKW´s zusätzlich bedeutet.

Das Ministerium befürchtet jedenfalls „keine verkehrlichen Probleme“ auf den Autobahnen. Weiterhin heisst es: „Eine spürbare verkehrliche Auswirkung auf dem nachgeordneten Straßennetz sei wenig wahrscheinlich.“

Weshalb die um Dortmund herum liegenden Gemeinden nicht am Entscheidungsprozess beteiligt wurden, wird so beantwortet: „…die LKW-Sperrung (ist) im Rahmen des o.g. Klageverfahrens seitens des OVG Münster als Vergleichsmaßnahme vorgeschlagen und auch dort vereinbart worden. Deshalb waren die an Dortmund grenzenden Gebietskörperschaften am Entscheidungsprozess zum Fahrverbot nicht beteiligt, sie wurden jedoch zeitnah über die Maßnahme informiert.“

PM: Ralph Bürger, SPD Unna

Facebookrss