Kein Coronatest, trotz schwerer Symptome und Risiken – Beunruhigende Erfahrungen von Dutzenden Lesern

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Coronavirus / Symboldbild, Quelle Pixabay
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Trotz heftiger Symptome und Umgang mit Risikogruppen kein Test auf Covid-19: Unser gestriger Bericht über die zweifelhafte Aussagekraft der „Corono-Infiziertenzahl“ im Kreis Unna (es sind mit heutigem Stand, am 24. 3., offiziell 124) trat eine Lawine von Mails und Kommentaren los.

Dutzende Leserinnen und Leser aus dem Kreis Unna, vereinzelt auch aus dem Märkischen Kreis und Hamm schildern ähnliche Erfahrungen: dass sie trotz teils schwerer Corona-typischer Symptome (Fieber, Husten, Lungenschmerzen), trotz Arbeit in einem systemkritischen Beruf und trotz Risikopersonen zu Hause nicht vom Kreisgesundheitsamt  auf das Virus Covid-19 getestet wurden bzw. gar nicht erst durch die Warteschleifen des Infotelefons durchdrangen.

Wie berichtet, beruft sich der Kreis bei seinen Kriterien, wer getestet wird, auf die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts:

  • Respiratorische Symptome (z.B. grippeähnliche Symptome wie Husten, Schnupfen, Halskratzen, Fieber) und Kontakt mit einem bestätigten Fall von COVID-19 während der vorangegangenen 14 Tage;
  • Respiratorische Symptome und Aufenthalt in einem Risikogebiet;
  • Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in China, jedoch nicht im Risikogebiet aufgehalten haben, und grippale Symptome zeigen, sollten zunächst auf Influenza (Grippe) untersucht werden und nur nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt auf das Coronavirus getestet werden, wenn keine Grippe vorliegt.
  • Tests sind grundsätzlich nur bei begründeten Verdachtsfällen vorgesehen, über die in jedem Fall eine Ärztin oder ein Arzt entscheidet.
  • Es gibt kein grundsätzliches Anrecht auf einen Rachenabstrich. Zentrale Abstrichstellen können nur nach ärztlicher Überweisung und vorheriger telefonischer Terminvereinbarung aufgesucht werden.

Die Diagnostikstellen in Dortmund (Gesundheitsamt und Klinikum Nord) testen hingegen seit Dienstag, 24. 3., über diese Empfehlung hinaus nun alle, deren Symptome zu Covid-19 passen. Wer keine Symptome aufweist, wird weiter nicht getestet, teilt die Stadt auf Dortmund.de mit.

Hier Erfahrungen unserer Leserinnen und Leser, die sich auf das Virus testen lassen wollten (anonymisiert).

Melanie G.: „Obwohl ich durch Asthma und COPD zur Risikogruppe gehöre und deutliche Anzeichen seit dem letzten Donnerstag merke, bekomme ich keinen Test.  Ich bekomme schlechter Luft als sonst und es schmerzt beim Einatmen sehr. Fieber kommt mit dazu 38.9 Grad,  aber testen – nein, wohin denkt man. Wenn da so weiter mit umgegangen wird, dann steigt die Zahl ins Unermessliche.“

  • Nikki B.: „Ich habe auch Symptome, haben COPD. Ich mich testen lassen, da ich zur Zeit viel im Krankenhaus war zu Besuch bei der Oma und nicht weiß, hatte da irgend jemand etwas. Nun liegt die Oma im Hospiz und ich darf nicht hin, so lange ich nicht richtig fit bin, außer es wurde getestet. Es gibt sehr viele solcher Fälle.“

Aliena K.: „Hallo, ich bin ebenfalls Erzieherin wie eine der Personen in Ihrem Artikel. Bin ebenfalls mit starkem Husten und leichter Atemnot zum Arzt in Bönen gegangen. Da ich kein Fieber hatte und nicht im Risikogebiet war, wurde ich ebenfalls nicht getestet. Bin allerdings trotzdem innerhalb meiner AU 2 Wochen zu Hause geblieben.“

  • Heidi Z.: „Also ich bin seid 3 Wochen krank und habe auch die Symptome. Mein Hausarzt hat mich direkt getestet, weil ich auch zur Risikogruppe gehöre, und mein Mann sollte ab sofort zuhause bleiben. Innerhalb von 48 Stunden hatte ich das Ergebnis. Zum Glück negativ – Grippe. Mein Mann sollte sich testen lassen. Sein Hausarzt macht es nicht. Beim Gesundheitsamt kam er 2 Tage nicht durch. Am dritten Tag hatte er Glück und man sagte ihm, solange er keine Symptome hat, wird er auch nicht getestet.
    Mein Mann hat mit vielen Menschen beruflich zu tun. Kollegen kamen frisch aus Österreich zur Arbeit…. wurden zwar nach Hause geschickt, aber waren erst da.
    Nachdem mein Test negativ war, ist er wieder arbeiten gegangen.
    In der Zeit, wo er zu Hause bleiben musste, musste er Überstunden abfeiern. Krank wurde er nicht geschrieben…..
    Alles unmöglich. Wir haben ein lungenkrankes Kleinkind.
    Alternative wäre, er müsste den Test selber zahlen….120 Euro. So sagte man uns.
    Mein Mann muss weiter arbeiten. Ich habe jeden Tag Angst, das er das Virus mitbringt.
    Ich bleibe seit dem 6. 3 mit meinem Kind schon zu Hause. Traue mich nicht mehr wirklich irgendwo hin.“

Sandra H.: „Bei uns waren beide Jungs krank…einer davon mit ner Person zusammen, die Karneval feiern war und auch krank wurde (hat auch keinen Test bekommen)… Ich habe beim Gesundheitsamt und Arzt nach Test gebettelt. Nichts, null, im Gegenteil, wurde sogar belächelt, es wäre Hysterie im Umlauf.  Solange ich keinen Namen einer positiv getesteten Person habe, mit der er Kontakt hatte, gibt’s keinen Test. War im Märkischen Kreis, das Amt.  Da ich mit Senioren arbeite, habe ich mich dann selbst ein paar Tage rausgezogen.“

  • Ann-Kathrin H.: Ich war in den letzten 2 Wochen in 2 verschiedenen Krankenhäusern. Meine Mama, zu der bis vor 2 Tagen regelmäßiger Kontakt bestand, arbeitet in der Ambulanten Altenpflege. Ich bin kein Risikopatient, aber mein Sohn. Ich hatte erst Hals- und Kopfschmerzen, dann kam Schnupfen hinzu und nun komme ich gerade von Arzt mit einem Monsterhusten. Meine Brustkorb schmerzt und mir steht der Schweiß auf der Stirn, wenn ich mal ei paar Meter laufen muss. Ich soll unbedingt getestet werden, allein wegen meines Sohnes. Aber nun sitz ich hier und warte auf Rückruf, ob man mich – ausnahmsweise!!! – testet, da ich in keinem Risikogebiet war oder bewusst Kontakt zu einem Coronapatienten hatte!“

Sandra H.: „Es hat doch nicht jeder ein Schild um, wo er war. Der Kunde hinter mir an der Kasse, kann es in sich tragen und mich infizieren. Man weiß doch nie, wer wann wo war. Symptome sollten grundsätzlich getestet werden!!!“

  • Joachim J.: „Das ist alles nur die Spitze des Eisbergs. Die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher… Ich bin bereits seit 2 Wochen zu Hause, habe 2 Wochen Husten und in den ersten Tagen erhöhte Temperatur gehabt. Ergebnis des Telefonates mit dem Arzt: Ich kann Ihnen was gegen den Husten verschreiben. Ein Test wurde abgelehnt, da der Kontakt zu möglichen Infizierten und ein Aufenthalt in sogenannten Risikogebieten fehlte. Was soll man dazu noch sagen?!“

Rusty R.: „Im Freundes- und Bekanntenkreis gab es in der letzten 2 Wochen 4 dieser Fälle. Nach dem ersten Gespräch mit meinem Kumpel hab ich gedacht, der bindet mit einen Bären auf. Musste aber nach weiteren Berichterstattungen der anderen Kumpel annehmen, dass da etwas dran ist. Einer war unter anderem in Ischgl. Selbe Frage-Prozedur und am Ende wurde, trotz Symptomen, nicht getestet. Offensichtlich reichen weder die vorhandenen Tests noch die Kapazitäten der Mitarbeiter aus. „Wasser predigen aber Wein saufen.“
Dann soll man das doch einfach so kommunizieren und mit offen den Karten spielen.“

  • Anja R.: „Hab heute auch mal beim Arzt angerufen, da meine Kolleginnen und ich im Einzelhandel (Drogerie) arbeiten, wo die Kunden keinen Abstand kennen, weil sie im Rudel aufs Klopapier und Desinfektionsmittel rennen. Ich habe also angerufen beim Arzt, ob sie dort testen. Nein, das macht nur das Gesundheitsamt und nur wenn man Symptome hat. Wie war das noch? Man kann auch infiziert sein ohne Symptome? Dann frohes Weiterverbreiten. 😪 Ich selber habe alle meine Physio Termine abgesagt, da ich niemanden auf dem Gewissen haben möchte….“

Bettina G.: „Selbst auch so ergangen , habe viel mit Kunden zu tun und alle Symptome dagewesen. Und ich habe einen Risikopatienten als Lebenspartner. Aber da ich in keinem Risikogebiet war oder nachweislich Kontakt mit einer infizierten Person hatte, wurde mir auch der Test nicht ermöglicht. Naja, wenigstens der Arzt hat mich für eine Woche aus dem Verkehr gezogen . Außer, dass ich etwas schlapp und noch diesen doofen Husten habe, geht es mir Gott sei dank wieder besser.“

  • Melanie R.: „Wir haben das selbe letzte Woche erlebt. 2 kranke Kinder, die im Einzelhandel arbeiten. Kein Risikogebiet besucht. Keinen offiziellen Kontakt gehabt. Kein Test. Und eine weitere Tochter arbeitet im Altenheim. So breitet sich etwas einfach weiter aus.“

Wais Y.: „Auf der einen Seite kann ich es verstehen, wenn das Gesundheitswesen momentan überlastet ist und mit den Testungen nicht hinterher kommt. Die Labore sind überlaufen. Dennoch muss ich sagen, dass sich die Bürger nicht ohne treffliche Gründe beim Arzt bzw. bei der Teststelle vorstellig machen KÖNNEN. Wenn ich hier die besorgniserregenden Kommentare und Schilderungen lese, bin ich echt sprachlos. Keiner macht das aus purer Langweile! Keiner möchte sich eingestehen, mit dem Virus infiziert zu haben. Die Regierung möchte Betten und Beatmungsgeräte freihalten, für den Fall aller Fälle. Aber wie sollen die Bürger, die nicht einmal durch die Hotline kommen, sagen, dass es ihnen schlecht geht usw…Die erste Barriere „Hotline“ ist nahezu unüberwindbar. Natürlich werden die Betten leer bleiben. Die eine Hand weiß nicht was die andere Hand macht. Ein Abordnung von Personal für die Hotline, und ferner für die Labore, ist momentan essentieller als Mitarbeiter, die sich momentan (mit Verlaub) um die Forstwirtschaft kümmern. Geld in die Wirtschaft zu pumpen halte ich weiterhin für sinnig, aber nicht an der richtigen Stellschraube auf der untersten (und vielleicht auch wichtigsten) Ebene zu drehen (Mitarbeiter für Testungen und Labore usw.) halte ich für ein fatales Armutszeugnis. Denn am Thema Gesundheit sollte niemals finanziell und personell gespart werden…“

  • Kathrin T.: „Du sagst es.. ich habe heute genau 208 mal beim Gesundheitsamt angerufen und war dann noch 50 Minuten in der Warteschleife, bis ich endlich jemanden am Telefon hatte.“

Christine H.: „Oder man soll, wenn man den unbedingt getestet werden will (obwohl man alle Symptome hat!), den Test mit 150 € selbst zahlen! Da fehlen mir die Worte Leute!“

  • Volker V.: „Ist das korrekt? Symptome, viel mit Menschen zu tun, wo man sich infizieren könnte und dann verweigert man, weil er nicht aus einem Krisengebiet kommt! Wen kann er jetzt schon alles angesteckt haben?“

Sabine K.: Für mich gehört NRW ja auch schon zum Risikogebiet. Um mich anzustecken, muss ich nicht ins Ausland. Wenn es einem dann so schlecht geht und man keinen Arzttermin erhält bzw. Test, passiert nachher noch das manche zu früh den RTW anrufen, wäre ja auch nicht gerade jetzt so förderlich.

  • Firas B.: „In diesen Fällen ist es nicht einfach, sich testen zu lassen. Es ist ungünstig, wenn einer aus dem Gesundheitswesen oder Kinderbetreuung positiv getestet wird. Ich finde es nicht korrekt und wünsche allen, gesund zu bleiben.“

Yamina M.: „Der Witz an der Geschichte ist, dass, wenn man Symptome hat, man sich für 14 Tage zu Hause verbarrikadieren soll. Viele tragen das Virus mehr als 2 Wochen bei sich. Also entsteht weiterhin eine Kettenreaktion und wird kein Ende finden. Erzähl mal einem Arbeitgeber, dass man nun vorsichtshalber 4 Wochen zu Hause bleibt. Der zeigt euch einen Vogel. Gesundheitsamt testet nur, wenn man bewusst Kontakt mit einem Infizierten hatte. Also kann man sich den Anruf dort eigentlich sparen.“

  • Melanie G.: „Leute, die Dunkelziffer ist mit Sicherheit 3x höher als angegeben. Habe in den letzten Tagen so oft gehört, wer keinen  Test bekommt, obwohl Symptome vorhanden sind. Entweder kein Risikogebiet oder der Kontakt mit der infizierten Person fehlt. Anstecken kann ich mich aber auch im Supermarkt oder auf der Arbeit. Arbeite selber in einer Arztpraxis. Ich denke, in anderen Ländern läuft das anders, da bekommt man schneller einen Test.“

Steffi H.: „Ich glaube,  die Tester sind auch schon überfordert sowie der Rest unser Bevölkerung…“

  • Thomas B.: „Na, wenn die vom Gesundheitsamt nicht testen wollen, obwohl man Symptome vorweist, dann den Test selber veranlassen als Privatzahler. Und sollte dieser positiv sein, einfach mal ne Anzeige erstatten wegen Körperverletzung durch Unterlassen im Amt, da man ja andere anstecken kann und das Gesundheitsamt dieses nicht versucht zu verhindern. Die Krankenkassen haben doch gesagt, die übernehmen Kosten in Zusammenhang mit Covid 19.

Anke M.: „Das Schlimme an der ganzen Sache ist, dass längst nicht alle getestet werden, mein Sohn hat auch Anzeichen, hat Vorerkrankungen und war vor 12 Tagen noch im Stadion, er soll 2 Wochen zu Hause bleiben. Dann habe ich beim Arzt angerufen und gefragt, was ich jetzt machen soll dass ich im Pflegedienst arbeite. Solange ich keine Anzeichen habe, kann ich wieder arbeiten gehen. Soviel zum Thema mit der Anzahl an Infizierten…“

  • Alex M.: „War aber schon vor 2 Wochen so. Sohnemann richtig krank – zum Arzt – Risikogebiet – nein – Also kein Test. Allerdings war er in Münster unterwegs zum Rave. Also da fragt man nicht jeden, wo er herkommt. Ich finde, es war ein Grund zum Testen. Die Dunkelziffer dürfte sehr sehr sehr hoch sein.“

Katharina D.: „Ich habe fast 1,5 Wochen versucht. beim Arzt anzurufen. Keine Chance, auch nur ansatzweise durchzukommen. Habe Husten und wollte nicht einfach in die Praxis latschen, brauchte auch nur ein Privatrezept. Hab dann irgendwann in der Apotheke nebenan angerufen, die haben sich dann alles besorgt und ich konnte es direkt in der Apotheke abholen. Wäre ich ernsthaft krank gewesen, wäre ich hops gegangen. Das ist wirklich ein Witz. Und nur testen wenn.. – das ist in meinen Augen totaler Müll…. Die Symptome sind der Grippe gleich, woher soll man bitte ohne Test wissen, ob man sich angesteckt hat.“

  • Mareike M.: „Ich lese das gerade hier alles und bin einfach nur noch sprachlos. Wenn mehr getestet werden würden… würde man auch mehr erreichen… ich muss sagen, es macht mich traurig zu sehen und zu erleben, wie unser Land fahrlässig handelt… man sagt mir,  Personen aus Risikogebieten werden getestet!!!! WAS IST MIT MENSCHEN..DIE IN NAHEN KUNDEN KONTAKT WAREN ODER SIND …WO KUNDEN ÜBERALL HER KOMMEN ?????? Wenn das so weiter geht ..werden immer mehr Menschen sterben, ohne dass sie getestet worden sind.“

Marco R.: „Die Testberechtigung muss ausgeweitet werden. Jeder, der Symptome hat, die auf dieses Virus schließen lassen, sollte die Berechtigung zum kostenlosen Test nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erhalten. Hier künstliche Barrieren zu schaffen (Test nur, wenn Kontakt zu Person aus Risiko-Gebiet besteht), ist nicht nur dumm, sondern auch fahrlässig und gefährlich. Jeder kann sich infizieren. Auch die, die kein Kontakt zu solchen Leuten nachweisen können. Aber interessiert vermutlich keinen, da geschönte Statistiken scheinbar wichtiger sind und man so die Fälle schön unten halten kann…“

  • Sabine B.: „Ich habe im Bekanntenkreis mehrere solcher Fälle.. ich denke, die Zahl der Infizierten liegt bereits im 6 stelligen Bereich.“

Sarah C.: Es ist ja nicht beabsichtigt, dass sich keiner infiziert. Es sollen nur nicht all auf einmal sein. Infizierte, die es gut überstehen, sind immun und sorgen somit dazu das es sich langsamer und weniger ausbreitet. Die Risikopatienten sollen so eine Möglichkeit auf Behandlung im Krankenhaus haben. Was eben nicht der Fall wäre, wenn sich alle auf einmal anstecken… Warum sollten man testen ohne Verdachtsmoment, dafür fehlen die Kapazitäten
Und mal ehrlich, zum Beispiel ohne Verdacht auf HIV geht da einer zum Test ?!?“

  • Jens R.: „Ich höre auch aus dem Bekanntenkreis, das keiner getestet worden ist, obwohl alle Anzeichen da waren, ebenso bei meinem Sohn. Dem es aber wieder besser geht. Ich weiß, dass er er immer wieder krank wird.“

Marc J.: „Ich persönlich bin der Meinung, dass an den Zahlen trotz Dunkelziffer etwas nicht stimmen kann. Wenn ich allein China sehe, dort, wo wohl alles angefangen haben soll mit über 80.000 Infizierten und einem Vergleich der Gestorbenen zwischen China und Italien, ist die allein die Zahl der Chinesen für die Verhältnisse sehr gering. Dazu frage ich mich, wie innerhalb von zwei Tagen plötzlich fast alle dort als geheilt zählen? Zudem stimmen die Zahlen mit einer Menge anderer Tabellen nicht wirklich überein.“

  • Melli Z.: „Ich Frage mich, was alles passieren mussm bis man getestet wird. Organisation ist was für’n A…… der Arzt sagt Gesundheitsamt, das Gesundheitsamt sagt zum Arzt. Hin- und Hergeschiebe und im Endeffekt bist auf dich allein gestellt, weil keiner verantwortlich ist.“

Sven K.: “ Kann sich jeder mal ausmalen, wie aussagekräftig die ganzen veröffentlichten Zahlen sind…“

  • C. Eniled: “ Es sollte Schnelltests geben für Coronaviren, die jeder zu Hause machen kann. Die man in der Apotheke kaufen kann. So werden die Ärzte und Labors entlastet, und jeder weiß über seinen Gesundheitszustand Bescheid.“

Julia J.: „Vor allem, wenn ich immer lese, man muss mit einer infizierten Person in Kontakt getreten sein. Hallo woher sollen wir denn wissen ob xy das hat oder nicht, wenn man ständig abgewimmelt wird! Ich finde es eine Frechheit, wie die Menschen behandelt werden. Man darf nicht vergessen, dass die Inkubationszeit 14 Tage beträgt. Woher soll ich denn wissen, ob der Herr oder die Dame, neben der man noch vor 14 Tagen gestanden hat, das hatte! Steht das im Gesicht geschrieben?!“

  • Michaela N.: „Beim Gesundheitsamt brauchte ich heute über 1000(!!!!) Anläufe, dann über 60 min Warteschleife, um mir dann trotz Risikogruppe sagen zu lassen: So lange ich keinen Kontakt mit einer infizierten Person hätte, würde nicht getestet…  Sagte ich am Anfang, ich war beim Arzt? Ja, wegen Husten, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und laufender Nase (nein,  nicht wie bei einem Schnupfen). Man muss in diesem Land VIP sein, um getestet zu werden…nicht auszudenken, wenn das jeder vom Gesundheitsamt gesagt bekommt, wie hoch die Dunkelziffer der Infizierten ist!“

Melli Z.: „Bei meiner Schwägerin in der Schule war einer positiv –  trozdem kein Test. RTW kam,  kam weil sie Brustschmerzen hatte und schlecht Luft bekam und Kreislaufprobleme usw. Sie ging mit runter und sie wurde nicht mitgenommen mit der Aussage: Wir wollen uns nicht anstecken. Sie sollte warten, bis das Gesundheitsamt sich meldet. In den umliegenden Krankenhäusern wurde sie auch abgelehnt. Das Gesundheitsamt rief am nächsten Tag an, sie sollte dort hin. Als sie da war, sagte man ihr, nö, Sie werden nicht getestet. Soviel zum Thema Hilfe.“

  • Nina K.: „Das ist unglaublich! Deutschland gehört zu den modernsten Ländern dieser Welt und hinkt in Sachen Medizin traurig hinterher. Ich würde die Bundeswehr, das DRK, Malteser, Johanniter und das THW mobilisieren und Tests durchführen.“

Sarah S.: „Ich glaube, man sollte denen klipp und klar sagen: Wenn Sie keinen Test machen, gehe ich so arbeiten, und Sie, Frau/Herr  Xym haben es zu verantworten. Ich würde das im Leben nicht tun, bin Altenpflegerin, habe Verantwortung, aber mal drohen!“

  • Melanie O.: „Vielleicht sollte man sich bei all dem auch mal die andere Seite anhören. Ich bin beim Hausarzt in Dortmund. Täglich 13 Stunden außer Haus. Hunderte von Anrufen täglich plus die Patienten, die vor Ort sind. Von all denen kann nur ein Bruchteil Bitte und Danke sagen. An 2 Tagen in der Woche arbeite ich in Dortmund in der Coronaabteilung des Klinikums Nord. Dort geht ohne Security nichts mehr. In der Praxis machen wir keine Abstriche, weil wir keine Schutzanzüge und Masken haben. Auch kann ich in der Praxis keinen isolieren und somit müsste bei einem positiven Fall alles unter Quarantäne stehen. Das Desinfektionsmittel ist fast leer und der Nachschub lässt auf sich warten. Wir melden unsere Patienten, wenn wir einen Verdacht haben, telefonsich beim Gesundheitsamt an. Es ist traurig, dass die Arbeit am Coronazentrum nur unter Security Aufsicht möglich ist. Ja… auch ich halte es für überholt, dass getestet wird bei Kontakt zu infizierten Personen oder aber Risikogebiet. Aber es ist nicht realisierbar, jeden Menschen zu testen. Aber diese Vorgaben machen wir nicht. Wir sind nur die Ausführenden. Wir testen auch, wenn Patienten arbeitsunfähig sind und sich die Symtome im Laufe der Woche nicht bessern, sondern wesentlich schlechter werden. Es wird an allen Stellen gearbeitet über das Maß hinaus. Jeder gibt hier sein Bestes und tut, was er kann. Wir alle sind mit Herz und Verstand bei der Sache.“

Kathrin M.: „Und wenn wir die Tests ausweiten, muss man sich doch eine Frage stellen.
Würde der Regierung/ Wirtschaft in unserem Land das Ergebnis in den Kram passen?!
Definitiv nicht! Wenn die Ergebnisse so sind, wie wir alle vermuten, erliegt einfach alles!
Wer pflegt dann noch im Pflegebereich? Wer betreut die Kinder, damit die Eltern arbeiten gehen? Wer kümmert sich in der Logistik und im Einzelhandel um die Grundversorgung?!
Niemand…. Das sind alles sehr unbequeme Fragen, denen man sich nicht bewusst stellen will. Also hält mal die Zahl der Infizierten (statistisch) gering, um die Konsequenzen zu mindern… Wobei mindern in dem Zusammenhang schlecht ausgedrückt ist – weil das, was sich mindern wird, ist die Einwohnerzahl.“

  • Evelyn S.: „Meine Tochter war ein Wochenende bei einem Freund, dann hieß es, dass die Oma es hat und bei der Mutter der Verdacht bestand. Angeblich wurden sie getestet. Wir haben aber weiter nichts gehört. Ich habe mich selbstständig beim Arzt informiert, die Aussage war, besprechen sie es mit ihrem Arbeitgeber und rufen Sie das Gesundheitsamt an, wenn sie eine AU brauchen, melden sie sich. An diesem Montag habe ich mir die Finger wund gewählt und war verzweifelt, so alleingelassen habe ich mich noch nie gefühlt. Das Ende vom Lied war, das ich mir eine AU geholt habe und wir eine Woche zu Hause geblieben sind.“

Astrid W.: „Die Dunkelziffer wird definitiv sehr hoch sein. Ich bin selbstständig, in Werne, Dortmund, Lünen und Unna unterwegs. Symptome waren da, jede Menge Kontakt mit Firmen und Privatpersonen. Zu meinem Arzt durfte ich nicht kommen und das Gesundheitsamt sah keinen Grund für einen Test. Begründung: Ich war nicht im Risikogebiet und ich kann nicht nachweisen, mit einer mit Covid-19-infizierten Person in Kontakt gewesen zu sein. Selbstverständlich muss man bei Erkältungssymtomen nicht gleich mit Corona infiziert sein, kann es aber auch nicht ausschließen. Fakt ist, um seine Auftraggeber vorsorglich zu schützen, hält man sich fern, bis man wieder symptomfrei ist.“

 

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2 KOMMENTARE

  1. Diese Pandemie überfordert den Staat völlig. Persönlich denke ich, dass die Dunkelziffer der Infizierten nicht drei- oder viermal so hoch ist wie angenommen – zehnmal wird eher zutreffend sein, da der überwiegende Teil der Menschen mit Symptomen nicht getestet wird / werden kann (eben wegen fehlender menschlichen und sachlichen Ressourcen). Da inzwischen fast alle Staaten der Welt von Corona betroffen sind und die Nachfrage diesbezüglich unfassbar groß ist, gehen Desinfektionsmittel und Schutzkleidung zur Neige. Ich will mir gar nicht ausmalen, was auf uns zukommt, denn der Höhepunkt der Pandemie ist ja lt. Experten noch nicht erreicht. Die Berichte aus China sind für mein Dafürhalten parteigesteuerte Lügen! Allein mathematisch betrachtet liegt es auf der Hand, dass in einem Land mit 1,5 Milliarden Einwohnern eine Pandemie nach rund drei Monaten nicht überstanden sein kann. Dass man dort anfangs (Ende 2019) versucht hat, das Virus „unter den Teppich zu kehren“, zeigt deutlich, was Sache ist: Alles vertuschen und lügen, damit das Bild dieses „ach so tollen Landes“ in der Welt keinen großen Schaden nimmt. Wirklich menschenverachtend ist die gestrige Aussage des (in meinen Augen) geisteskranken US-Präsidenten: Man wird zur Normalität (Betriebe und Geschäfte öffnen) zurückkehren, damit die amerikanische Wirtschaft nicht zugrunde geht und dafür muss man dann hinnehmen, dass alte Menschen infiziert werden und sterben. Wäre Sarkasmus angebracht, würde ich anregen, dass unsere Regierung in diesem Fall all die US-Tests und US-Schutzkleidung anfordert (die Amis benötigen sie dann ja nicht mehr) …….