81 Corona-Einsätze gestern in DO – Gruppentreffs, Volksverhetzung, Shisha-Barbetrieb

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Aus dem Bußgeldkatalog für Kontakt- und Versammlungsverbote zur Eindämmung der Corona-Verbreitung / Quelle Land NRW
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Seit Montag (23. März) gilt auch in Dortmund die neue Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus. Am dritten Tag sind damit auch am heutigen Mittwoch (25. März) Kräfte von Ordnungsbehörde und Polizei unterwegs, um die Einhaltung der damit verbundenen Regelungen zu kontrollieren und durchzusetzen.

So zählte die Polizei Dortmund am gestrigen Dienstag (24. März) insgesamt 81 Einsätze im Zusammenhang mit der Pandemie.

  • In den meisten Fällen handelte es sich um Ansammlungen von maximal bis zu zehn Personen, die größtenteils durch kooperative Gespräche aufgelöst werden konnten.
  • In anderen Fällen jedoch trafen die Einsatzkräfte auf weniger Einsicht. Wie zum Beispiel bei einigen Personen, die sich am Nachmittag auf dem Nordmarkt angesammelt hatten. Bis zu 50 Personen hielten sich hier auf.
  • Während sich die meisten Personen nach Ansprache entfernten, tat sich ein Mann durch renitentes Verhalten den Beamten gegenüber und mit fremdenfeindlichen und volksverhetzenden Aussagen hervor. Bei dem polizeibekannten Mitglied der rechten Szene reichten weder Gespräche noch ein Platzverweis aus. Die Beamten nahmen ihn in Gewahrsam. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren unter anderem wegen Volksverhetzung.
  • Ähnlich wenig Einsicht zeigte der Besitzer einer Shisha-Bar an der Münsterstraße. Hier trafen die Beamten gestern bereits zum fünften Mal auf eine geöffnete Lokalität, in bzw. an der sich mehrere Personen aufhielten. Nicht nur wurde gegen den Besitzer eine Strafanzeige erstattet, sondern die Stadt versiegelte die Bar nun auch und sorgte damit für eine dauerhafte Schließung.

„Für mich steht fest – und die Mehrheit der Menschen bestätigt mich mit ihrem Verhalten darin: Die Bürgerinnen und Bürger müssen die Regelungen und Einschränkungen nun kennen!“, erklärte Polizeipräsident Gregor Lange. „Die momentane Situation ist für uns alle eine sehr besondere und herausfordernde. Deshalb setzen wir bei unseren Maßnahmen weiterhin auf bürgernahes, kommunikatives und verhältnismäßiges Handeln.

Doch es geht hier um den bestmöglichen Schutz der Bevölkerung vor den Folgen dieser Pandemie. Und deshalb müssen wir auch darauf setzen, dass die Bürgerinnen und Bürger sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Und sich auch dessen bewusst sind, dass ein Verstoß gegen die Regelungen Strafen nach sich ziehen kann.“

 

Neben der strengen Kontrolle der Regelungen steht für die Behörden jedoch weiterhin auch ein Faktor im Vordergrund: die Aufklärung! Aus diesem Grund werden die Streifenwagen der Polizei in den kommenden Tagen nun mit Flyern ausgestattet, die über die Schutzmaßnahmen gegen das Virus und seine Verbreitung informieren. Nicht nur in Deutsch, sondern auch in weiteren Sprachen, um auch auf die Bedürfnisse ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger eingehen zu können. Es kommt in diesen Zeiten darauf an, dass jeder einzelne Mensch versteht, was er oder sie selbst in der jetzigen Situation tun kann und muss, damit die Verbreitung des Virus eingedämmt wird.“

PM: Pol DO

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