Warnung vor Fake-Bettelmails realer Personen – etwa einer SPD-Politikerin aus Unna

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Symbolbild Pixabay
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„Ich hoffe, dass dieser Brief dich rechtzeitig erreicht. Ich bin zur Zeit in Odessa und habe meine Tasche verloren. Leider waren mein Pass und meine Kreditkarte auch in der Tasche.“

So beginnt eine Mail, die ein Mitglied unserer Redaktion am Samstag erhielt – angeblich von einer Unnaer SPD-Politikerin. Sie unterschreibt mit „Heike“ und wählt die Du-Form. Der Empfänger ist nicht mit ihr auf Facebook befreundet.

„Die Botschaft ist bereit, mich ohne meinen Pass fliegen zu lassen“, behauptet die angebliche „Heike“. „Ich muss nur noch für mein Ticket und die Hotelrechnungen zahlen. Leider habe ich kein Geld dabei, meine Kreditkarte könnte helfen, aber die ist auch in der Tasche.

Ich wollte dich fragen, ob du mir 1000,- € leihen kannst. Das Geld durch Moneygram ist die beste Möglichkeit. Ich warte auf deine Antwort.

Liebe Grüße
Heike“

Vor einigen Monaten meldeten zwei Leser ähnliche Mails. Eine kam damals – mit ganz ähnlich lautendem Inhalt – angeblich von einem Hagener Gemeindereferenten, der ebenfalls real existiert.

So läuft der Betrug mit der Bettelmail:

Wer plötzlich eine solche Mail erhält – egal ob von Unbekannten oder „alten Schulfreunden“ – kann davon ausgehen, dass das E-Mail-Konto des Empfängers gehackt wurde. Die Betrüger können somit auf alle Kontaktdaten zugreifen.

So erkennt man Bettelmails:

In den meisten Fällen sind die Nachrichten in schlechtem Deutsch verfasst und gespickt mit haarsträubenden Rechtschreibfehlern. Oft – nicht immer – sind sie unpersönlich ohne jede Anrede.

IMMER kommt die Bitte nach Geld (bei einem Überfall im Ausland gäbe es andere Stellen wie beispielsweise die Botschaft, die hier helfen würden).

So reagiert man am besten auf Bettelmails:

Am einfachsten: gar nicht. Wer sich unsicher ist, ruft einfach bei dem/der Bekannten an und fragt nach, ob alles in Ordnung ist. (Quelle: https://internetgefahren.net/)

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