Über 12 Mio. € Soforthilfe auch für Tiere – für Zoos, Tierheime, Gnadenhöfe

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Corona-Hilfe Zoos in NRW: Die Landesregierung stellt 11,8 Mio. € zur Verfügung, um die Zeit überbrücken zu helfen,  in denen die Einrichtungen weiter geschlossen bleiben müssen. Auch die Zoos in Dortmund und Hamm sind davon betroffen.

Tierheimen und Gnadenhöfen stellt NRW 400.000 Euro für Futterkosten zur Verfügung. Pro Einrichtung kann ein einmaliger Zuschuss in Höhe von bis zu 2000 Euro ausgezahlt werden, teilt das Land mit.

„Spenden für Futterkosten sind ihnen weggebrochen, Vermittlungen von Tieren finden wegen Besuchsverboten kaum noch statt. Betroffene Einrichtungen können die Förderung  daher nach Vorlage einer gültigen tierschutzrechtlichen Erlaubnis sowie des Nachweises über die Gemeinnützigkeit beantragen“, erklärt das Umweltministerium das Procedere.

Für die Zoos bedeuten die fehlenden Einnahmen zu Beginn der Hauptsaison einen erheblichen finanziellen Verlust und werden sich im Jahresverlauf nicht kompensieren lassen, so das Land.

„Ohne eine finanzielle Unterstützung sind die Zoos nicht mehr in der Lage, den Betrieb unter den derzeitigen Beschränkungen zu gewährleisten. Damit ist auch die Versorgung der Zootiere ernsthaft gefährdet.“

Für den Verband der Zoologischen Gärten e.V., der die Zoos im deutschsprachigen Raum vertritt, ist die Unterstützung der Landesregierung ein Hoffnungsschimmer. „Die Hilfe haben die Zoos dringend nötig, denn trotz der fehlenden Einnahmen laufen die Kosten für die Versorgung der Tiere weiter“, so Theo Pagel, Direktor des Kölner Zoos und Vorstandsmitglied des Verbands der Zoologischen Gärten e.V.

Hintergrund:

Von den größeren Zoos und weiteren kleineren Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen werden insgesamt mehr als 40.000 Wirbeltiere, darunter auch hochbedrohte Tierarten, die teils in der Wildbahn als ausgestorben gelten, gehalten. Die Mitgliedszoos des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ) registrieren in Nordrhein-Westfalen jährlich rund 6,6 Millionen Besucher. Beschäftigt werden rund 1.000 Arbeitskräfte, darüber hinaus sind Saisonkräfte im Gastronomie- und Servicesektor beschäftigt.

Quelle: Umweltministerium NRW

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