Corona: Temporärer Aufnahmestopp in Lüner Gynäkologie

0
1031
Coronavirus / Foto Pixabay
Facebookrss

Die Infektionswelle in dem fleischverarbeitenden Betrieb der Firma Tönnies in Gütersloh zieht weite Kreise bis in den Kreis, konkret nach Bergkamen und Lünen.

In Bergkamen wurden nach Angaben von Bürgermeister Roland Schäfer gestern 14 Personen unter Quarantäne gestellt. Nur eine Person soll aber positiv getestet sein.

In Lünen gibt es seit heute (20. 6.) einen vorübergehenden Aufnahmestopp in der Gynäkologie des St.-Marien-Hospital.

Dr. meb. B. Lenfers, Leiter des Corona-Koordinationsstabes, teilt mit:

„Eine Gesundheits- und Krankenpflegerin des St.-Marien-Hospitals hat im familiären Umfeld Kontakt zu einem infizierten Mitarbeiter des Unternehmens gehabt. Sie hat sofort und richtig reagiert und ihren Arbeitgeber informiert.

Das St.-Marien-Hospital hat die Mitarbeiterin dann auch umgehend vom Dienst freigestellt.

Kurze Zeit später wurde im St.-Marien-Hospital festgestellt, dass die Mitarbeiterin auch infiziert ist.

Nach aktuellem Wissensstand ist im St.-Marien-Hospital kein/e weitere/r Mitarbeiter/in, kein/e Patientin oder Patient angesteckt worden, alle bisher vorliegenden Abstrichuntersuchungen sind unauffällig und alle Kontaktpersonen beschwerdefrei.

Trotzdem nimmt das St.-Marien-Hospital, hier insbesondere der Chefarzt der Abteilung Herr Dr. Romann das sehr geringe Risiko einer Infektion anderer Menschen sehr ernst und hat in Absprache mit dem Gesundheitsamt Unna einen Aufnahmestopp für die Gynäkologie und Geburtshilfe bis zur nächsten Woche verhängt.

Dr. Romann: „Auch wenn wir nach aktuellem Wissensstand und den publizierten Daten nicht von einem erhöhten Risiko in der Geburtshilfe ausgehen müssen und wir bisher im Krankenhaus noch keine Übertragung einer SARS-CoV-2-Infektion gesehen haben, gehen wir auf Nummer sicher. Wir alle tragen seit Wochen bereits den Mund-Nasen-Schutz und auch unsere Patientinnen und Patienten werden angehalten, diesen zu tragen.

Dadurch sind wir bestmöglich aufgestellt, eine weitere Verbreitung einer Infektion zu verhindern.

Um dieses noch sicherer zu machen, haben wir uns schweren Herzens zu dem Aufnahmestopp entschieden. Eine Notfallversorgung ist aber weiterhin selbstverständlich rund um die Uhr gesichert.

Wir können davon ausgehen, dass sich keine weiteren Mitarbeiter oder Patientinnen infiziert haben. Wir stehen somit allen Bürgerinnen in Lünen schnellstmöglich wieder mit unserer vollen Arbeitskraft zur Verfügung und werden diesen Termin kurzfristig mitteilen.“

Quelle: Marienhospital Lünen

 

Facebookrss