80-Jährige aus dem Kreis von falscher Kripo ausgeplündert

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Bildquelle Polizei NRW
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Schon wieder.

Infame Kriminelle haben am Montag (22.06.2020) als Polizisten getarnt einen fünfstelligen Bargeldbetrag von einer 80-Jährigen aus dem Kreis Unna erbeutet.

Dabei gingen die Täter nach einem klassischen Muster vor.

Gegen 11.20 Uhr wurde die Seniorin von einer falschen Polizeibeamtin angerufen. Diese gab vor, dass eine Person festgenommen worden sei.

Im Verlauf der Festnahme habe die Polizei erfahren, dass die Bank der Seniorin ausgeraubt werden solle. Um ihr Geld in Sicherheit zu bringen, solle sie es abheben und der Polizei übergeben.

Die falsche Polizeibeamtin am Telefon übte großen Druck auf die Seniorin aus, weshalb sie letztendlich ihre Bank aufsuchte und sich die fünfstellige Bargeldsumme besorgte, ohne Aufsehen zu erregen.

Zu Hause angekommen, erhielt die Seniorin einen weiteren Anruf von der falschen Polizeibeamtin, die die 80-Jährige aufforderte, das Geld vor der Haustür zu deponieren – ein Streifenwagen würde sie und den fünfstelligen Betrag gleich abholen.

Dieser Aufforderung kam sie nach. Wenig später war das Geld verschwunden.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Nach diesem und einem ähnlichen Fall Anfang Juni (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/65856/4613909) bittet die Kreispolizeibehörde Unna die Bürgerinnen und Bürger abermals dringend darum, besonders ältere Familienmitglieder für Betrugsmaschen wie diese zu sensibilisieren. Denn leider suchen sich die Täter gezielt Seniorinnen und Senioren für ihre kriminellen Machenschaften aus.

Hier finden Sie die Verhaltenstipps der Polizei:

   - Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht
     selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern
     fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst
     zu nennen.
   - Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als
     Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht
     erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige
     Verwandte/Bekannte wissen kann.
   - Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen
     Verhältnissen preis.
   - Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie
     sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie
     die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an
     und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
   - Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert:
     Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen
     nahe stehende Personen.
   - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an
     unbekannte Personen.
   - Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie
     unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
   - Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie
     die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei
     helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend
     zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
   - Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta
     Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie
     gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines
     Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.
   - Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z. B. höhere Geldbeträge und
     andere Wertgegenstände, nicht zu Hause auf, sondern auf der Bank
     oder im Bankschließfach.
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