Eishalle: Sanierungskonzept könnte im Herbst vorliegen

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Die Eissporthalle Unna bei der Besichtigung am 16. 7. 2018. (Archivbild Rundblick)
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Im September/Oktober könnte ein belastbares Konzept für die Sanierung der Unnaer Eishalle vorliegen.  Das kündigte der 1. Beigeordnete Jens Toschläger am Donnerstagabend (25. 6.) In der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause an.

Am 6. Juli endet eine entscheidende Frist: die für die erneute Ausschreibung der Architektenleistungen.

Wie berichtet, war die Ausschreibung im ersten Aufschlag fehlgeschlagen,  niemand hatte sich gemeldet.  Daher habe die Verwaltung beim zweiten Versuch zehn Architekturbüros initiativ angesprochen und sie ermuntert, sich an der Ausschreibung zu beteiligen. Vier sind in der engeren Auswahl.

Im September bis Oktober hofft man mit allen Beteiligten einen „Kick Off“-Termin zustande zu bekommen mit einem dann tragfähigen Konzept.

Entscheidend geht es um die Eisaufbereitung und die Sanierung des Hallendachs,  für das – Jens Toschläger wiederholte diesen wichtigen Aspekt vor vor dem Rat erneut –  eine Kompletterneuerung zu Maximalkosten vom Tisch ist.

Das Dach lässt sich im vorhandenen Zustand sanieren. Einen Schönheitspreis werde man dafür zwar nicht gewinnen,  aber entscheidend sei ja, dass das Dach die nächsten 30 Jahre halte.

Bürgermeister Werner Kolter ergänzte, dass die Verwaltung ihr Auge auf den angekündigten Unterstützungsgeldern des Landes und des Bundes im Zuge der Coronakrise halten wird. Möglicherweise gebe es für die Eishallensanierung finanzielle Zuschüsse aus Sportstättenfördertöpfen.

Kolter erwähnte auch, dass die KJEC-Jugend nach der Möglichkeit einer Interimseislauffläche auf dem Eishallenparkplatz angefragt hätte (in Form einer Traglufthalle), da die Eissportler  Probleme mit zu knappen Eiszeiten in der Bergkamener Halle haben. Das werde geprüft.

Die Verwaltungsspitze betonte schlussendlich erneut,  dass man sich an den Bürgerentscheid gebunden wisse und den festen Vorsatz habe, die Eissporthalle Unna wieder für den Eissport zu ertüchtigen.

Bis zum 26. Mai 2022 ist der Rat an das Votum der Bürger vom 26. Mai 2019 gebunden. Ein neuer Bürgerentscheid zum selben Thema wäre danach laut Gemeindeordnung NRW erst wieder in frühestens 2 Jahren möglich.

Die deutliche Mehrheit des Rates wollte die Eishalle vor dem Bürgerentscheid aus Kostengründen abreißen und das Grundstück für Wohnbebauung vermarkten. Dagegen stimmten damals FLU, Linkspartei, Ingrid Kroll (damals noch bei der SPD, jetzt fraktionslos) und die fraktionslosen Ratsmitglieder Bärbel Risadelli und Christoph Tetzner.

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