Vom Kahlschlag kalt erwischt – Stadt Dortmund will Galeria Karstadt Kaufhof Häuser erhalten

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Galeria Karstadt Kaufhof, hier eine Nachtaufnahme aus Berlin. Die Hauptstadt ist gleich von sechs Schließungen betroffen, auch das Ruhrgebiet trifft es hart: In Dortmund schießen Kaufhof und Karstadt, auch in Hamm wird Kaufhof geschlossen. (Foto Pixabay)
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Kaufhof, Karstadt und Karstadt Sport. Gleich alle drei Dortmunder City-Standorte sollen dem Kahlschlag des Galerie Karstadt Kaufhof-Konzerns zum Opfer fallen. Daran übt die Stadt Dortmund heftige Kritik. Sie wurde von den Schließungsplänen kalt erwischt.

Wie berichtet, will der Konzern bundesweit jedes dritte Haus schließen. In der unmittelbaren Nachbarschaft zu Unna sind die drei Dortmunder Kaufhäuser betroffen, Kaufhof in Hamm sowie Kaufhof in Iserlohn.

Auf einer Pressekonferenz des Verwaltungsvorstandes kritisierte Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau die Art der Information heftig. Die Stadtspitze sei bisher in keiner Weise persönlich über die Schließungspläne von Seiten des Unternehmens in Kenntnis gesetzt worden. Statt dessen seien die Informationen über die Medien, die Betriebsräte, die Gewerkschaften oder den Städtetag transportiert worden.

„In diesem ganzen Prozess ist nie zur Sprache gekommen, nach welchen Kriterien man da geht und welche die Entscheidungsleitlinien sind.“

Schon im vergangenen Jahr nach der Fusion von Karstadt und Kaufhof, teilte Sierau mit, habe es Gespräche mit dem Management gegeben, „dass wir gerne behilflich sind bei der Entwicklung des Standortes“.

Sierau sagte deutlich:

„Wir finden es nicht nur hier in der Stadt, sondern insgesamt als Städtegemeinschaft, bestürzend, dass offensichtlich die gegenwärtige Konzernführung es nicht für sinnvoll erachtet, uns zu informieren und mit uns zu kooperieren. Es wird nichts kommuniziert und es wird auch nichts erklärt.

Die Standorte, die geschlossen werden sollen, seien ausnahmslos A-Standorte, so der Oberbürgermeister. „Wir sind alle daran interessiert – die Öffentlichkeit, die Städte, die Gewerkschaften, die Arbeitnehmer – zu erfahren, nach welchen Kriterien hier eigentlich diese Beschlüsse gefasst wurden.“

Der Oberbürgermeister unterstreicht: „Wir sind uns einig: Wir wollen, dass alle drei Häuser erhalten bleiben. Das sind wir den Menschen schuldig. Den Mitarbeitern, denDas sind wir den Menschen schuldig. Den Mitarbeitern, den Menschen in der Stadt und den Menschen in der Region.“

Quelle: Dortmund.de

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