Neubau der Rettungswache Unna-Nord für 1,3 Mio. Euro

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Feuerwehr Unna, Fahrzeuge - hier Neuanschaffungen im Mai 2020. (Foto Stadt Unna)
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Einstimmig hat der Unnaer Stadtrat am Donnerstagabend (25. 6.) den Neubau der Rettungswache Unna-Nord beschlossen. Er schlägt mit 1,3 Mio. Euro zu Buche. Überplanmäßig waren 500.000 Euro bereitzustellen.

Die neue zweigeschossige Rettungswache soll in präsenter Lage an der Hammer Straße am Standort der jetzigen Interimswache errichtet werden, mit 3 Fahrzeughallen, Desinfektionsräumen, Aufenthalts- und Verwaltungsräumen sowie sonstige Nebenräume im OG. Für die 24Stunden- Einsatzbereitschaft sind 5 Ruheräume als Einzelräume vorgesehen.

Zum Hintergrund erläutert die Stadt:

Der Kreis Unna hat am 27.06.2017 mit der dritten Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans (RdBPl) beschlossen, dass zur Verbesserung der Einhaltung der Hilfsfrist für den nördlichen Bereich von Unna eine neue Außenstelle geschaffen werden soll..

An diesem Standort sollte ein Rettungstransportwagen (RTW) an 7 Tagen/Woche für 24 Stunden vorgehalten werden. Als Standort für die neue Rettungswache wurde ein städtisches Grundstück im Ortsteil AlteHeide gewählt.

Da eine kurzfristige Realisierung eines Neubaus nicht möglich war, wurde eine Interimslösung errichtet, so dass zum 01.01.2018 der Dienstbetrieb am Standort UnnaNord aufgenommen werden konnte.

In der Zwischenzeit hat der Kreis Unna am 16.03.2020 die vierte Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplanes beschlossen.

Dieser beinhaltet u. a., dass am Standort UnnaNord ein weiterer RTW für 24 Stunden an 7 Tagen/Woche vorgehalten werden muss. Aufgrund dieser neuen Anforderungen wird ein höherer Flächen- und Raumbedarf als bisher angenommen erforderlich, da nicht nur ein weiteres Fahrzeug, sondern auch ein Reservefahrzeug sowie Räumlichkeiten für eine 2. Besatzung notwendig sind.

Zusätzlich haben sich die DIN-Vorschriften für die Errichtung einer Rettungswache verändert. Aufgrund dieser Änderungen und der geänderten Anforderungen durch die vierte Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans hat das hiesige Immobilienmanagement einen Vergleich vom bisherigen zum neuen Raumprogramm aufgestellt, welcher dieser Vorlage als Anlage 1 beigefügt ist.

Die neue Rettungswache soll in präsenter Lage an der Hammer Straße an dem Standort der Interimswache errichtet werden. Es ist ein 2geschossiges Bauvorhaben in Massivbauweise angedacht. Erdgeschossig werden 3 Fahrzeughallen, je ca. 55 m² groß, sowie die erforderlichen Desinfektionsräume zur Schwarz-Weiß-Trennung und für Lagerflächen untergebracht. Im 1. Obergeschoss sind die Aufenthalts- und Verwaltungsräume sowie sonstige Nebenräume geplant. Für die 24Stunden- Einsatzbereitschaft sind 5 Ruheräume als Einzelräume vorgesehen. Der Flächenbedarf wurde aus der DIN13049-Rettungwachen-Planungs- und Bemessungsgrundlage entwickelt und entspricht damit den aktuellsten Anforderungen an Rettungswachen, so dass eine langfristige Nutzung des Gebäudes gewährleistet ist.

Der Haupt- und Finanzausschuss konnte aus zeitlichen Gründen nicht in die Beratungsfolge mit aufgenommen werden. Der Ausschuss wurde in seiner Sitzung am 18.06.2020 mündlich informiert.

2. Finanzierung

Der aktuelle Haushaltsplan 2019/2020 sieht investive Auszahlungsermächtigungen für den Neubau der Rettungswache Unna – Nord in Höhe von 835.000,00 € in der Produktgruppe 0204 vor. Für die Finanzierung des Gesamtvolumens (gemäß der aktuellen Kostenschätzung – Anlage 3) ist die Bereitstellung weiterer investiver Auszahlungsermächtigungen zur Sicherstellung der anstehenden Auftragsvergaben in Höhe von 500.000,00 € erforderlich. Im Zuge der kommenden Haushaltsplanaufstellung sind diese zusätzlichen Auszahlungsermächtigungen zu veranschlagen. Die Refinanzierung der Investitions- und Folgekosten erfolgt im Rahmen des Gebührenhaushaltes „Rettungsdienst“.

Hier geht es zur Vorlage

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