Seepark Lünen: Sitzen und Liegen bleiben verboten – Stadt erwägt Badeverbot

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Luftbild Seepark - Foto Copyright Stadt Lünen
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Herumschlendern ist erlaubt, auf den Wiesen herumsitzen und herumliegen bleibt verboten. Die Stadt Lünen hält ihre strikten Beschränkungen für den Seepark Lünen aufrecht. Und sie erwägt auch noch ein Badeverbot.

Der Park im Norden des Kreises mit dem Horstmarer See ist im Sommer ein Besuchermagnet. Bis zu 15.000 Besucher strömen an warmen Wochenenden in den Park, weiß Bürgermeister Kleine-Frauns. . In diesem Jahr gibt es allerdings ein Problem: „Corona ist noch nicht vorbei. Und wir wollen verhindern, dass Lünen zu einem Hotspot wird„, warnt Kleine-Frauns.

Deswegen erhält die Stadt das Niederlassungsverbot im Seepark weiter aufrecht. Es gilt bereits seit März – wir beichteten: Auf den Freiflächen im Seepark dürfen sich die Gäste weder hinsetzen noch hinlegen. Damit will die Stadt der Ansammlung von großen Gruppen vorbeugen. Außerdem vereinfache diese Anweisung die Kontrollen.

Die Stadt wird während der warmen Tage wieder mehr Personal im Seepark einsetzen. Dabei kommt auch wie gewohnt ein privater Sicherheitsdienst zum Einsatz. Außerdem will die Verwaltung das Verhalten der Besucher zu beobachten: Wohl wegen der vielen Lockerungen in den letzten Wochen nehme das Bewusstsein mancher für die Gefahren der Pandemie und für die Notwendigkeit von Vorsicht ab.

Deswegen sind derzeit keine Lockerungen im Park geplant – im Gegenteil, es könnte noch ein zusätzliches Badeverbot für den See ausgesprochen werden. Schon Ende Mai hatte die Verwaltung mitgeteilt, dass sie ein Badeverbot im Horstmarer See ernsthaft in Erwägung ziehen wolle, wenn das Freibad Cappenberger See öffnet. Das geschieht am 29. Juni. Die Stadtspitze „sieht sich in der Verantwortung, im Sommer und gerade zur Ferienzeit für ein Schwimmangebot zu sorgen, plädiert aber dafür, dass dieses Angebot das Freibad sein sollte“.

Wichtigstes Argument für den Verwaltungsvorstand ist, dass im Freibad der Betrieb geregelt stattfindet, die Schutzstandards kontrolliert werden und durch eine namentliche Registrierung im Infektionsfall Verbreitungswege nachvollzogen werden können. Das sei am Horstmarer See nicht umzusetzen. Mit einer Entscheidung ist laut Stadtverwaltung in der kommenden Woche zu rechnen.

Quelle: Stadt Lünen

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