Wer zu spät kam, ging bei OGS leer aus: Bönen ändert kritisierte Vergabepraxis – Im August jedem Kind seinen Platz

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Mädchen in einer Grundschule / Symbolfoto, Quelle Pixabay
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Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, wer zu spät kommt, steht ohne Ganztagsschulbetreuung da: Die umstrittenene Vergabepraxis der Gemeinde Bönen der OGS-Plätze an die Eltern ist mit dem kommenden Schuljahr passé. Auf einstimmigen Beschluss des Gemeinderates am Donnerstagabend (25. Juni) soll die Vergabe der OGS-Plätze nach Reihenfolge der Anmeldeeingänge abgeändert werden.

Für das im August beginnende Schuljahr wurde dafür die Zeit zu knapp, erläuterte uns vor der Sitzung auf Anfrage Jörg-Andreas Otte, Fachbereichsleiter Familie, Sport, Schule, Kultur bei der Gemeinde Bönen. „Ab der nächsten Anmelderunde werden wir das Verfahren aber ändern.“

Zugleich konnte uns der Fachbereichsleiter als Ergebnis der Ratssitzung am gestrigen Donnerstag noch mitteilen, dass nach einer kurzfristigen Aufstockung der Plätze zum neuen Schuljahr alle Grundschüler, die für einen OGS-Platz angemeldet wurden, auch einen bekommen. „Wir haben 150 Anmeldungen für jetzt 150 Plätze.“

Auf das Problem hingewiesen hatte uns vor einigen Wochen eine Rundblickleserin aus Bönen, deren Tochter im vergangenen Jahr eingeschult und im ersten Jahr in der OGS betreut wurde. Zum neuen Schuljahr wurde ein neuer Antrag fällig. „Um 8 Uhr morgens habe ich ihn abgegeben und war bereits zu spät. Jedes Jahr muss man aufs Neue zittern“, ärgert sich die berufstätige Mutter. „Es gibt keine Sozialauswahl, keine Kriterien für eine Prioritätenfolge. Ich bin wegen meiner Arbeit auf die Betreuung angewiesen.“ Mit ihr standen zunächst 40 weitere Eltern ohne OGS-Platz da, berichtete uns die Leserin Ende Mai. Mit dem gestern einstimmig gefassten Ratsbeschluss soll das Thema in der nächsten Anmelderunde nicht erneut zum ärgerlichen Wiedergänger werden.

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