Dieb erwischt – entlassen – nächster Diebstahl – erwischt – wieder entlassen…

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Symbolbild Pixabay
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Es erinnert an den Hollywoodfilm „Und täglich grüßt das Murmeltier“.

Am Montagmittag dieser Woche beboachteten Bundespolizisten im Dortmunder Hauptbahnhof einen 48-jährigen Algerier, der den Taschendiebstahlsfahndern aus immerhin 13 Diebstahlsdelikten bereits bestens bekannt war.

Nachdem der Nordafrikaner im Personentunnel kein geeignetes Opfer finden konnte, stieg er in einen ICE (Dortmund – Berlin), der an einem Bahnsteig wartete.

Er schlich sich durch den Zug, fand einen Reisenden auf seinem Sitzplatz schlafend vor und entwendete ihm sein Smartphone. Unter den Augen zweier Bundespolizisten, die den 48-Jährigen unverzüglich festnahmen und überführten: Die Beute hatte er unter seiner Achsel versteckt.

Der Bestohlene (43) war inzwischen aufgewacht, hatte erschreckt das Fehlen seines Smartphones festgestellt und nahm es erleichtert wieder entgegen. Der in Witten gemeldete Dieb wurde zur Bundespolizeiwache eskortiert.

„Da er über einen festen Wohnsitz verfügte, wurde er anschließend wieder entlassen“, erläutert Bundespolizeisprecher Volker Stall die fehlenden Haftgründe gegen den Algerier. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren – das nunmehr vierzehnte – wegen gewerbsmäßigen Diebstahls eingeleitet.

Zivile Fahnder im Personentunnel konnten anschließend beobachten, wie der 48-Jährige sich direkt nach seinem Aufenthalt bei der Bundespolizei schnurstracks wieder zurück in den Hauptbahnhof begab.

Daraufhin wurde er sofort erneut observiert – und prompt dabei beobachtet, wie er praktisch postwendend nach seiner Entlassung aus der Bundespolizeiwache in einer Bäckerei die Laptoptasche eines 54-jährigen Dortmunders stahl.

Sofort wurde er erneut festgenommen und abermals zur Wache gebracht.

Um nach Rücksprache mit der Justiz abermals entlassen zu werden: Erneut lagen für die Staatsanwaltschaft keine ausreichenden Haftgründe vor.

Die Bundespolizei leitete gegen ihren nun sattsam bekannten Kunden ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen gewerbsmäßigen Diebstahls ein – das nunmehr fünfzehnte.

Fortsetzung folgt…

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4 KOMMENTARE

  1. Was haben wir eigendlich für total bescheuerte Idioten in der Justiz sitzen? Wie kann so einer Staatsanwalt werden? 15 Delikte der selben Art und 2 am selben Tag. Den Idioten von Staatsanwalt sollte man sofort die Lizenz entziehen. Ständig Straftaten am Dortmunder HB tägliche Angriffe auf die BP und keiner greift durch weil’s meistens Ausländer sind. Da kann man sich nur noch aufregen sorry. Die ganzen arschgeigen die die Polizei die rechte nehmen und intern ermittelt wenn Mal durchgegriffen würde sollte man auch wegsperrn. Deutschland dreht komplett durch und die Masse läuft mit. Ne ich bleibe bei meiner Meinung. Man soll jedem Neuankömmling eine Chance geben aber irgendwann ist auch gut und das hat nix mit rechts zu tun. Raus mit dem kriminellen Dreckspack aber schnell. Durch sowas leiden die anderen friedlichen Menschen die zu uns kommen.

  2. Kann mir sehr gut vorstellen dass die Polizei mittlerweile Frust schiebt da ihre Arbeit sowohl vor Ort als auch am Schreibtisch für den unvermeidlichen Schreibkram gelinde gesagt etwas für den Popo ist.
    Und ja, der hier im Bericht gehört normalerweise angeklagt, verurteilt und sofort abgeschoben (wobei ich mich Frage wieso der überhaupt hier noch ist und mit welchem Status)
    Und ja, offensichtlich hat die Staatsanwaltschaft nun doch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. aber vielleicht schieben die ebenso Frust.
    In dem Zusammenhang fiel mir ein bereits älterer Bericht über den damaligen Staatsanwalt Robert Prags ein der seinen Alltag beschreibt. Schon zu der Zeit stapelten sich 150 offene Verfahren, einem Aktenstapel von mehr als 1 Meter Höhe auf seinem Schreibtisch. Heute kann das nicht viel besser aussehen.
    Hier ist die Politik gefragt. Seit Jahren werden fehlen Kapazitäten beanstandet, werden immer mehr neue absurde Vorschriften verabschiedet und den Beklagten Sonderrechte eingeräumt die jenseits des allgemeinen Verständnisses liegen.
    Trotzdem gibt / gab es sowohl auf Bundes- als auch Landesebene Tendenzen Vollzugsorgane zu minimieren. Es ist schon erstaunlich für was wir den Milliarden Haushalt verwenden, für die Bildungspolitik und die innere Sicherheit zumindest nicht.
    Insofern lachen die Kleinkriminellen sich doch schief über unser Rechtssystem. Wohl wissend ihnen kann sowie nichts passieren selbst bei schwerwiegenderen Delikten als das Abgreifen eines Handys.
    Dazu dann bei einem besonderen Klientel Versäumnisse der Ämter, nicht vollzogenen Abschiebungen, verpennen von Fristen. Wäre schön wenn die Mitarbeiter dort dann auch mal ihre Aufgabe ernst nehmen würden.
    Und kommt es dann doch mal zur Anklage werden oft lächerlich milde Urteile gesprochen bei denen selbst die Staatsanwaltschaft mit dem Kopf schüttelt und die Verteidiger sich erstaunt die Augen reiben. .