Streit um Coronaregeln: Kaufland-Mitarbeiter dürfen nicht arbeiten

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Bei Kaufland in Bergkamen-Mitte sind 100 Mitarbeiter seit acht Wochen ohne Arbeit – werden aber weiter voll bezahlt. Der Grund dafür ist ein Streit zwischen der Geschäftsführung und dem Betriebsrat.

Nach Angaben des Betriebsrates eskalierte der Streit, weil keine verbindlichen Corona-Sonderregelungen von Seiten der Geschäftsführung unterschrieben werden wollten.

Bei den Sonderregelungen ging es unter anderem um die Tragezeiten für Masken, Abstandsregeln und dem Einsatz von Wachpersonal, die die Regeln durchsetzen sollten.

Daraufhin verweigerte der Betriebsrat die Zustimmung zu den Einsatzplänen für das Personal. Seiner Meinung nach fehlten ohne garantierten Coronaschutz dafür die Voraussetzungen.

Die Gewerkschaft ver.di hält das Ganze für einen Angriff auf den Betriebsrat. Kaufland schweigt bisher zu Presseanfragen, meldete der WDR.

Laut ver.di ist die Filiale weiter geöffnet und wird von fremden Mitarbeitern unter Werksverträgen betrieben. Zusätzliche Kosten für das Unternehmen lägen schätzungsweise im sechsstelligen Bereich.

Klagen, Vergleichsvorschläge und gerichtliche Schlichtungsversuche haben bisher keine Einigung erzielt.

Quelle: WDR Lokalzeit Dortmund

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